Präsentationsprofis und Spitzeningenieure des HHG bei Explore Science in Mannheim

 21.06.2017 – Schweiß, Crashs und Sieg mit Mogelpackung

Für den Präsentationswettbewerb der 6. Klassen am 21.06.17 schickte das HHG eine fünfköpfige Mannschaft aus der 6h ins Rennen. Alle hatten spannende Fragen zum Thema Energie für ihr Publikum vorbereitet. Zunächst wurde die jeweilige Performance der drei Gruppen vor einer zweiköpfigen Jury vorbereitet.
Mara Kretzschmar und Yara Kiefer setzten sich mit den Folgen des Energieverbrauchs auf den Klimawandel auseinander. Die Jury lobte v.a. ihre tolle Art zu präsentieren und dass sie sich sehr gut ergänzen konnten.
Alina Grebenstein und Sofie Grimm erklärten ihren Zuhörern wie der Strom zu uns nach Hause kommt. Trotz kleiner Patzer zeigten sie eine gute Präsentation und erhielten wertvolle Tipps von der Jury fürs nächste Mal.
Jonathan Gärtner brachte seinem Publikum die Vorteile des Induktionsherdes näher. Er überzeugte v.a. mit fachlicher Kompetenz.
Die Konkurrenz war sehr stark, sodass leider keine der Gruppen ins Finale kam. Alle können aber sehr stolz auf ihre tollen Präsentationen sein.

 

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Abbildung 1: Mara, Yara, Alina, Sofie und Jonathan, das Präsentationsteam der 6h

 

 

„Rette das Ei“ war die Aufgabe beim Crashtest. Es galt, nur aus Papier, Pappe und Klebstoff, eine „iZelle“ zu bauen, die ein rohes Ei beim Fall aus 1,5 m schützt. Zusätzlich sollte die Zelle möglichst leicht sein. Das Ei sollte roh sein, was gefühlt bei Temperaturen über 30 ° C nicht so einfach war.
Mona Bader, Maximilian Gwozdz und Jonas Nickel (5h) federten ihr Ei ähnlich wie Anthony Bartu und Nicholas Schneider und Tim Kassel (5h) mit einer Art Kissen aus kleinen Röhren ab. Leider schafften es die beiden Gruppen nicht bis zu 1,5 m, da die Konstruktionen ungünstig auf dem Boden aufkamen und die Eier seitlich „verletzt“ wurden. So ging es auch Natalie Dudko, Amelie Meyer und Kyana Gjellstad (7a), deren Wabenkonstruktion bis 1m perfekt funktionierte, sich dann aber im Flug ungünstig neigte. Ludwig Muckle und Jonathan Gärtner (6h) federten ihr Ei mit flexiblen Stelzen ab, auch hier war am Ende ein schiefer Fall das Verhängnis. Auch aus Klasse 11 kamen gute Ideen von Marius Allmann, Luc Knieriemen, Marco Scherer und Niklas Rösner. Niklas Konstruktion aus dem Innenleben einer Küchenrolle erfüllte ihren Zeck perfekt und überstand alle drei Höhen. Sie wog am Ende 16 g und lag damit gut im Rennen.

 

ExploreSciente2017image2 Abbildung 2: "Ei fällt",  Tim und Nicholas beim Crashtest

ExploreSciente2017image3Abbildung 3: Mona, Maximilian und Jonas mit ihrer "iZelle"

ExploreSciente2017image4Abbildung 4: Kyana, Amelie und Natalie, 66% geschafft

ExploreSciente2017image5Abbildung 5: Niklas, Luc, Marius und Marco 1 aus 4 hat funktioniert

 

Der dritte Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass es kein Perpetuum Mobile geben kann und doch war die Aufgabe ein Gerät zu bauen, dass diesen Anschein erweckt. Gefordert waren kreative Ideen, bei denen der Antrieb nicht von außen zu erkennen sein sollte. Schummeln war also nicht nur erlaubt, sondern sogar die Hauptaufgabe. Negin Moghiseh (7h) präsentierte der Jury ihre Variante eines Stirlingmotors, den sie rein aus Haushaltsgegenständen zusammenbaute. Zusätzlich hat sie bei Leonardo da Vinci abgeschaut und ihre eigene Version eines, sich nach Anstoßen unendlich lange drehenden Rades, das durch in den Speichen rollende Kugeln „angetrieben“ wird, gebaut.

Ihre vollständig eigenständige Arbeit war einfach, aber genial. Das sah auch die Jury so und belohnte Negin mit dem 1. Platz, dotiert mit 500 €. Herzlichen Glückwunsch!

 

ExploreSciente2017image6 Abbildung 6: Negin, einfach aber genial zum Sieg

 

22.06.2017 – noch mehr Schweiß, Wasserrakten und Finale

„FINALE!“ hieß es am frühen Donnerstagmittag für Negin Moghiseh (7h) beim Präsentationswettbewerb der 7. Klassen. Gemeinsam mit Samuel Geist (7a) vertrat sie das HHG in Mannheim.
Samuel schaffte es mit seiner sehr anschaulichen und gut erklärten Präsentation über Atomkraft nicht ins Finale, hat das HHG aber mehr als würdig vertreten.
Negins spannender und lebhafter Vortrag über „Dunkle Materie“ überzeugte die Jury so sehr, dass sie ihn um kurz nach zwei auf der großen Bühne präsentieren durfte. Auch hier sprang schnell die Begeisterung für das doch anspruchsvolle Thema auf die Zuhörer über. Durch ihre anschauliche Art zu erklären und ihre selbst gebastelten Anschauungsmodelle, konnte sie auch Einiges davon ans Publikum weitergeben. Sie trat im Finale gleich gegen den Vorjahressieger und weitere Finalteilnehmer aus dem letzten Jahr an. Vor großem Publikum durfte sie die Bühne der Baumhainhalle füllen, wo es nur noch 34 ° C warm war. Juryurteil und Zuschauervoting ergaben in einer äußerst knappen Entscheidung den 3. Platz für Negin und damit verbunden 100 € Preisgeld. Herzlichen Glückwunsch!

 

ExploreSciente2017image7Abbildung 7: Negin und Samuel vertreten die 7. Klassen beim Präsentationswettbewerb

 

„3,2,1..Start!“ So wurden die Raketenstarts auf dem übrigen Wettbewerbsgelände begleitet. Gleich drei Gruppen des HHG stellten sich der Herausforderung eine Wasserrakete aus Getränkeflaschen zubauen, die -mit max. 6 bar Druck- möglichst lange in der Luft bleiben sollten. Es musste senkrecht mit einem Auslösemechanismus gestartet werden.
Jonas Nickel, Mona Bader und Maximilian Gwozdz (5h) traten mit einer besonders imposanten, ca. 1,3 m langen Rakete an, hier klappe fast alles perfekt und die Rakete blieb ca. 8 Sekunden in der Luft und war damit schon mal sicher bei den besseren Raketen dabei. Am Ende war es ein 9. Platz, der mit 100 € Preisgeld versüßt wurde. Die Konstruktionen von Jason Rolofs (7h) bzw. der Gruppe Anthony Bartu, Nicholas Schneider und Tim Kassel (5h) zeigten in den Proben viel Potential, waren dem Vorführeffekt aber leider nicht gewachsen und gingen nicht in die Wertung ein.

 

ExploreSciente2017image8Abbildung 8: Vorbereitungen zum Start der "Superrakte"

 

23.06.17 – Energieverschwendung, Bergrennen und noch ein Finale

 

„FINALE!!“ zum zweiten. Heute wurde es „kernig“ beim Präsentationswettbewerb. Sowohl Paula Simgen (8h), als auch Tomás Garcia (8h) brachten ihren Zuhörern die Kernfusion nahe. Paula erklärte der Jury souverän und anschaulich, warum wir Menschen diese theoretisch geniale Energiequelle gar nicht nutzen können. Die zunächst fachfremde Jury war v.a. davon begeistert, wie Paula es geschafft hat dieses wirklich schwierige Thema so zu vereinfachen und zu erklären, dass auch der „Ottonormalverbraucher“ es gut verstehen kann. Die Konsequenz – Finaleinzug für Paula! Auch hier auf der großen Bühne, konnte sie mit einer tollen Präsentation überzeugen. Die Konkurrenz konnte allerdings mehr Publikumspunkte hinter sich versammeln, daher lautete das Endergebnis: 3. Platz und 100€. Herzlichen Glückwunsch!
Tomás überzeugte bei ähnlichem Thema v.a. mit seiner Entertainmentfähigkeit, hatte aber noch etwas viele Informationen verarbeitet, sodass er das Finale nicht ergänzen konnte.
Dana Perreth und Nadine Krämer (8a) luden ihre Zuhörer ein, ihnen in die Welt leuchtender Meere zu folgen und lüfteten das Geheimnis hinter fluoreszierendem Plankton. Die die Jury lobte die gute Absprache zwischen den Mädels, die es ihnen zusammen mit ihrem souveränen Auftreten ermöglichte, das Publikum mit diesem spannenden Thema zu fesseln.

 

ExploreSciente2017image9Abbildung 9: Paula, Nadine, Dana und Tomás, unsere Präsentationsgruppe der 8. Klassenstufe

 

„Energieverschwender“, so wollte Tara Moghiseh (10h) an diesem Tag genannt werden. Bei ihrer Kettenreaktion galt es eine Energieform in die andere umzuwandeln und das möglichst flüssig und ohne Unterbrechung. Dieses „flüssig“ nahm sich Tara zu Herzen und baute die berühmt berüchtigte Cola-Mentos-Reaktion mit in ihre Kette ein. Alle zehn Elemente klappten tadellos und faszinierten nicht nur die Jury sondern auch einige spontane Zuschauer.

 

ExploreSciente2017image10Abbildung 10: Tara und ihre Kettenreaktion

 

 

 

Auch beim Bergrennen ging es spannend zu. Der Aufgabe ein selbstgebautes Auto ohne elektrischen oder pyrotechnischen Antrieb eine immer steiler werdende Rampe hochzuschicken, stellten sich Jan Ole Köntopp (7h) sowie unsere fleißigste Gruppe mit Mona Bader, Maximilian Gwozdz und Jonas Nickel (5h).

 

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Abbildung 11: Spannung beim Bergrennen

 

ExploreSciente2017image12Abbildung 12: Jonas, Mona, Maximilian und Jan-Ole, die Rennfahrer

 

Vor Ort musste noch an der einen oder anderen Stelle improvisiert werden, aber die Autos fuhren zuverlässig. Jan Oles Konstruktion schaffte eine Steigung von 20°, dann versagten die Fahrkünste. Unsere zweite Gruppe beflügelte ihr Auto bis 40°. Erst der Steigung von 45° hielten die Reifen (sie drehten durch) nicht mehr stand. Damit gewannen Mona, Maximilian und Jonas 100 € und landeten auf dem 4. Platz.

Ingesamt waren es drei schweißtreibende Tage in Mannheim, die mit viel Spaß, Nervenkitzel, Wissen und einigen Erfolgen in Erinnerung bleiben werden. Danke für eure Teilnahme und auf ein Neues im nächsten Jahr.