Jugend forscht und Schüler experimentieren - drei Tickets für den Landeswettbewerb!

(Sr, Ht) Ende der letzten Woche traf sich die junge Forschergemeinde in Rheinland-Pfalz erstmals online zu ihrem Regionalausscheid. Gesucht waren diejenigen Schülerinnen und Schüler, deren Projekte die Juroren so überzeugend fanden, um ein Ticket für den begehrten Landeswettbewerb zu erhalten. Rheinland-Pfalz weit gab es deutlich weniger Projekte als unter „normalen“ Umständen. Die Betreuer Larissa Hartner, Michael Kaletta, Angela Schneider, Simone Schumacher und Sebastian Zangerle sind daher sehr stolz auf alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die trotz Corona, Schulschließung und anstrengendem Online-Unterricht ihr Projekte so vorangetrieben haben, dass sie diese beim Wettbewerb präsentieren konnten. Denjenigen Gruppen, bei denen während der Schulschließung eine Weiterführung des Projektes einfach nicht möglich war, wünschen wir Durchhaltevermögen und Erfolg für das nächste Jahr.

Neben Platzierungen und Sonderpreisen konnte das HHG sogar vier Projekte als Regionalsieger verzeichnen.

Bei den “großen” Jungforschern in der Kategorie Jugend forscht trat unsere erfahrenste Teilnehmerin Negin Moghiseh (fünfte Teilnahme) im Fachgebiet Technik an und siegte souverän. Bei den “kleinen” Jungforschern in der Kategorie Schüler experimentieren waren mit Jonas Nickel und Hatim Abdel Ghaffar auch Mehrfachtäter in Mathematik/Informatik am Start, die sich aber auch klar gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten. Im Fachbereich Biologie freuten sich Rebekka Gebhard und Stella Welcland über den Regionalsieg. Emma Kohl und Carlotta Barth setzten sich in Mainz mit ihrem verbesserten Projekt im Fachgebiet Technik durch. Für sie alle heißt es jetzt: Dokumentationen, Experimente und Präsentationen verbessern, um auch die Fachjurys in Ingelheim und Ludwigshafen bei den Landeswettbewerben zu überzeugen.

Die insgesamt neun Gruppen des HHG sicherten der Schule erneut den Schulpreis der Berdelle-Hilge Stiftung.

 

 

Negin Moghiseh (12h), Engery Harvesting – Energie aus der Luft, Technik

jufo21 01Negin hat sich in ihrem Projekt mit dem Energy Harvesting von elektromagnetischen Wellen und der atmosphärischen Elektrizität auseinandergesetzt. Radiowellen und Mikrowellen des WLANs konnte sie dabei erfolgreich mithilfe eines selbst gebauten Detektorempfängers und einer Lectenna "ernten". Sie baute zudem einen elektrostatischen Motor, der durch die naturgegebene atmosphärische Elektrizität, ein E-Feld zwischen der Erdoberfläche und der Ionosphäre, betrieben werden kann. Die Jury lobte vor allem ihr gezielt wissenschaftliches Vorgehen und die intensive Auseinandersetzung mit der anspruchsvollen Theorie dahinter.

 1. Platz und Qualifikation zum Landeswettbewerb Jugend forscht

 

 

Hatim Abdel Ghaffar, Jonas Nickel (10h), Autokorrektur?! – Aber richtig!, Mathematik/Informatik

thumb jufo21 0Die beiden Schüler haben sich daran gestört, dass die Autokorrektur des Smartphones ihnen immer wieder einen Strich durch die Rechnung machte und Wörter korrigierte, die sie – aus Sicht der Jugendsprache – gar nicht korrigieren sollte. Dieses Phänomen nahmen die beiden Forscher zum Anlass die Korrektur von Bespieltexten zu analysieren und basierend auf ihren Daten eine eigene Autokorrektur zu schreiben. Das Smart’n’Correct getaufte Programm wurde anschließend in Bezug auf Anglizismen und Jugendwörter im Vergleich zu anderen Autokorrekturen getestet und erfüllte die Erwartungen ihrer Entwickler. Dieser besondere Alltagsbezug faszinierte auch die Jury.

1. Platz und Qualifikation zum Landeswettbewerb Schüler experimentieren, außerdem Sonderpreis Jahresabo des CT-Magazins

 

 

Rebekka Gebhard, Stella Welcland (7h), Mineralienausgleich mit Asche, Biologie

Kann man den Wäldern etwas Gutes tun, wenn man ihnen ihre Mineralien über die Asche aus Holzverbrennungsanlagen zurückgibt?  Dieser Frage gingen die beiden Schülerinnen nach. Sie zeigten ihr fachwissen-schaftliches Vorgehen durch gezielte Versuche mit der Modellpflanze Kresse und werteten ihre Ergebnisse kritisch aus. Die Jury lobte zudem die gute Darstellung ihrer Messdaten in Form von Tabellen und Diagrammen und die Ideen, die die beiden Forscherinnen bin zum Landeswettbewerb noch auf Trapp halten werden.

1. Platz und Qualifikation zum Landeswettbewerb Schüler experimentieren

 

 

Rebekka Gebhard, Stella Welcland (7h), Mineralienausgleich mit Asche, Biologie

thumb jufo21 03Kann man den Wäldern etwas Gutes tun, wenn man ihnen ihre Mineralien über die Asche aus Holzverbrennungsanlagen zurückgibt?  Dieser Frage gingen die beiden Schülerinnen nach. Sie zeigten ihr fachwissen-schaftliches Vorgehen durch gezielte Versuche mit der Modellpflanze Kresse und werteten ihre Ergebnisse kritisch aus. Die Jury lobte zudem die gute Darstellung ihrer Messdaten in Form von Tabellen und Diagrammen und die Ideen, die die beiden Forscherinnen bin zum Landeswettbewerb noch auf Trapp halten werden.

1. Platz und Qualifikation zum Landeswettbewerb Schüler experimentieren

 

 

Emma Kohl, Carlotta Barth (8h), Hinderniserkennung für Blinde, Technik

Am 19.02.2021 fand der Regionalwettbewerb Jugend forscht als Online-Event auch in Mainz statt. Die beiden Jungforscherinnen befassten sich erneut damit, wie man blinden Menschen den Alltag erleichtern kann und optimierten hierzu ihr Projekt aus dem letzten Jahr. So wurde ein neues kompakteres Gehäuse mit integrierter Stromversorgung entwickelt und die Elektronik verkleinert.  Dieser Aufbau ermöglicht es, das Gerät wesentlich komfortabler am Körper zu tragen. Ebenso wurde die Software angepasst, wodurch jetzt verschiedene Distanzen akustisch dargestellt werden können.

1. Platz und Qualifikation zum Landeswettbewerb Schüler experimentieren, außerdem Sonderpreis Hören, Akustik und Lärm

 

 

Helena Rubeck (6h), Desinfektionsmittel aus Pflanzen, Biologie

Desinfektionsmittel natürlich? Geht das? Diese aktuelle Fragestellung untersuchte Helena. Dazu untersuchte sie die Wirksamkeit von Inhaltsstoffen aus Pflanzen auf ihre antibakterielle Wirkung. Hierzu extrahierte sie die ätherischen Öle aus verschiedenen Pflanzen und desinfizierte damit Kulturen auf Nährböden, um Ihre Effektivität zu testen. Hier konnte sie schon ein paar Erfolge erzielen.

Sonderpreis  Jahresabonnement Zeitschrift Natur

 

 

Franziska Hilgert, Emma Lickes (6h), Verbesserung von Fotosyntheseversuchen, Biologie

Was ist die beste Pflanzenlampe? Mit diesem Projekt wollten sich Franziska und Emma beschäftigen. Aber schon in ihren Anfangsexperimenten erkannten sie, dass die bisherigen Fotosyntheseversuche keine genauen und aussagekräftigen Ergebnisse lieferten. Sie stellten sich also dem Problem der Verbesserung der Versuche. Nach vielen Ansätzen konnten sie Erfolge verzeichnen und hatten einen Versuch entwickelt, mit dem sie die Lampen vergleichen konnten. Ihr Fazit: Es gibt Unterschiede zwischen den Lampen.

Teilnahmepreis

 

 

Justus Blum, Tim Schöneberger (7h), Kleber aus Algen, Chemie

Im heiß umkämpften Fachbereich Chemie mit zwei getrennten Jurys präsentierten die beiden Schüler ihre Forschungen, wie man aus Agar-Agar einen natürlichen, unschädlichen, aber stabilen Klebstoff herstellt. Sie testeten verschiedene Rezepturen und unterzogen ihre zusammengeklebten Probestücke akribischen Belastungstests. Ihr Fazit: Das Papier hielt weniger aus als der Kleber.

3. Platz

 

 

Jawhara Abdel Ghaffar (6h), Schüttellampe für Jogger, Physik

Joggen im Dunklen mit einer Lampe ohne Batterieverbrauch? Um dieses Problem zu lösen, baute Jawhara eine mit einer LED ausgestattete Schüttellampe. Dann untersuchte sie systematisch an welchem Körperteil man diese als Jogger befestigen sollte. Bei ihrer Untersuchung nutzte sie Beschleunigungssensoren von Smartphones. Sie fand heraus, dass die Schüttellampe am Arm in Laufrichtung befestigt werden muss, damit sie so viel Licht wie möglich abgibt. 
Sonderpreis für Umwelttechnik

 

 

Jennifer Bajura, Krista Diez Canseco (7a), Brennnesselpapier im Test, Arbeitswelt

Die Wiederholungstäterinnen untersuchten in diesem Jahr ihr in der letzten Forschungsarbeit hergestelltes Brennnesselpapier auf Alltagstauglichkeit. Dabei untersuchten sie die Festigkeit, Saugfähigkeit und Abbaubarkeit des Papiers systematisch. Auch eine Färbung mit Rotem Beete- Saft war Teil der Experimente. Ihr Fazit: Am besten könnte man aus dem Brennnesselpapier Samenbänder herstellen.

Sonderpreis Nachwachsende Rohstoffe