Das HHG räumt ab! -Schulpreis Jugend forscht 2018

(Sr) Am Samstag den 17.02.2018 lud die Kreissparkasse Kaiserslautern erneut viele begeisterte Jungforscher in ihr Foyer ein, um die Forschungsergebnisse der letzten Monate Jury und Öffentlichkeit zu präsentieren. Nach aufregenden Stunden, fanden sich alle um 16 Uhr im Deutschordenssaal zusammen, um die Sieger zu küren. Die Schüler des HHG übertrafen ihr Ergebnis vom letzten Jahr und sorgen für viele Platzierungen und Sonderpreise.

3 Gruppentickets nach Ingelheim

Gleich drei Mal hieß es insgesamt "1. Platz" für eine Gruppe der Schule in der Sparte Schüler experimentieren. Damit gilt nun für diese Schüler "die Arbeit ruft" und es geht zurück ins Labor, um die Anregungen der Jury bis zum Landeswettbewerb Ende April in Ingelheim bestmöglich umzusetzen.

 

image1Negin Moghiseh (8h) trat bereits am Donnerstag in Landau in der Sparte Informatik an. Sie störte sich daran, dass es für Kleinkinder Leinen zu kaufen gibt, damit sie ihren Eltern nicht verloren gehen. "Das muss auch anders gehen!", dachte sich Negin und entschied sich nach zahlreichen Überlegungen für die Programmierung einer App. Diese soll den Eltern ein Warnsignal geben, wenn sich ihr Kind über einen - vorher eingestellten - Abstand hinaus von ihnen entfernt. Die Idee, dafür die GPS-Daten einfacher Mobilgeräte zu nutzen, und die überzeugende Präsentation begeisterten die Jury.

 

image2Amelie Meyer und Natalie Dudko (8a), setzten sich das Ziel einen Lippenstift herzustellen, der keine künstlichen Inhaltsstoffe hat, der auch mit natürlichen Farbstoffen gefärbt ist und das auch noch vegan. Nach etlichen Fehlversuchen gelang es den beiden schließlich ein dunkelrotes Pigment aus Zwiebelschalen zu gewinnen. Damit färbten sie ihr, aus Kokosfett und Bienenwachs bestehendes, Trägermaterial und konnten der Jury einen ersten Prototyp präsentieren. Ihr akribisches und strukturiertes Vorgehen war einer der ausschlaggebenden Punkte für das Juryvoting.

 

image3„Warum nicht einfach beim Spazieren gehen das Handy aufladen?“, fragten sich Jonas Nickel, Nicholas Schneider (6h). Sie traten mit ihrem Projekt „Stromerzeugung mit Piezoelementen“ im Fachgebiet Technik an. Die beiden entwickelten eine Schuheinlage, die Strom erzeugt. Sie haben dazu drei Piezoelemente in eine Schuheinlage eingebaut, die bei Druck so viel Spannung erzeugt, dass eine LED damit betrieben werden kann. Das Prinzip beruht auf speziellen Quarzkristallen, die bei Druck ein elektrisches Potential entwickeln. Dieses einfache, aber geniale Prinzip beeindruckte die Jury nachhaltig.

 

Zahlreiche Platzierungen

image4Storm aus Chlorophyll? Das fragten sich Lea Kalepky und Jonas Emmermann (10a). Sie untersuchten, ob es möglich ist - ähnlich der Pflanzen- die Sonnenenergie in einer Batterie zu speichern. Dazu bauten sie eine Art galvanische Zelle mit Chlorophylllösung und maßen Spannung und Stromstärke unter verschiedenen Bedingungen. Sie konnten herausfinden, dass die Belichtung ihrer Chlorophylllösung einen Einfluss auf die Spannung und Stromstärke hatte. Diese Werte waren für eine alltagstaugliche Batterie aber noch viel zu niedrig. Die beiden werden die Juryanregungen nutzen und daran weiterforschen. Ihre wissenschaftliche Vorgehensweise wurde mit einem 2. Platz unter den Chemiearbeiten in der Sparte Jugend forscht belohnt!

 

image5Ebenfalls bei den „großen“ Forschern starteten Robert Pietsch 11h und Freya Kahlen (10h). Im Rahmen ihres Themas „Entwicklung und Programmierung eines IQ-Testverfahrens“ verknüpften sie ihr Wissen aus gleich zwei Fachbereichen. Statistics Anonym heißt das Programm, das die beiden zur digitalen Bestimmung des IQ-Wertes entwickelt haben. Den biologischen Part hat Freya übernommen, indem sie sich in die Theorie der IQ Bestimmung eingearbeitet und einen eigenen Fragekatalog für Schüler erstellt hat. Die Arbeit wurde fachlich durch die Implementierung von Robert komplettiert, sodass ein in Grundzügen funktionsfähiges Programm der Jury präsentiert werden konnte. Dafür gab es einen 2. Platz und den Sonderpreis für interdisziplinäre Arbeit.

 

image6Tara Moghiseh (11h) präsentierte auch in der Altersklasse Jugend forscht ihre Arbeit „Leukämie Erkennung mithilfe des Blutbildes“ in der Sparte Biologie. Sie hat sich bereits intensiv mit der Klassifizierung von Blutkrebs anhand spezifischer Leukozyten auseinandergesetzt. Auch die Struktur ihrer künstlichen Intelligenz ist schon programmiert. Nun benötigt ihr neuronales Netzwerk noch eine große Datenmenge um zu „lernen“. Später soll es dann möglich sein hiermit Laboranten und Ärzte bei der Diagnose zu unterstützen und diese kostengünstig und schnell zu gestalten. Die Jury belohnte ihre akribische Arbeit mit einem ganz besonderen Preis – dem MNU-Sonderpreis. Tara erhält damit ein einwöchiges Stipendium am Deutschen Museum in München.

 

image7Emma Kohl (6h) liegt unser grüner Planet ganz besonders am Herzen. Daher reichte sie im Bereich Arbeitswelt ihr Projekt „Rette den Planeten“ ein. Sie hat ein Spiel entwickelt, bei dem man quasi eine Weltreise macht und sich durch verschiedene Fragen und Ereignisse bis zum Ziel spielt. Ihre Spielvariante beinhaltet Fragen zum Thema Umwelt, Klimawandel und Verantwortung für den Planeten. Emma möchte so erreichen, dass man mit dem Spiel mehr über diese Themen lernt und man für die Themen sensibilisiert und Interesse geweckt wird. Die Jury konnte sie schon mal überzeugen: Sie erhielt den 2. Platz und den Sonderpreis des Beirates für Naturschutz.

 

image8Ritwik Majumdar (6h), Jaqued Bacher (6h), und Nike Lenz (5s1) entwickelten eine „Low Cost Brennstoffzelle“. Die drei haben ihre „eigene“, günstige Brennstoffzelle gebaut. Sie kann mithilfe von Strom (der z.B. von Wind oder Sonnenenergie stammt) Wasser elektrolysieren und damit Wasserstoff und Sauerstoff herstellen. Dieser wird in der eigenen Konstruktion aus Mehrwegflaschen gespeichert und kann dann als Brennstoffzelle einen Verbraucher antreiben. So könnte zukünftig überschüssige Windenergie sinnvoll genutzt werden.

 

image9Jan-Ole Köntopp (8h) untersuchte das Schussverhaltens einer Bigshot. Unter der Bigshot kann man sich eine überdimensionierte Steinschleuder vorstellen, die in der Forstwirtschaft beim Beklettern von Bäumen zum Einsatz kommt. Jan-Ole hat die Flugbahn der damit abgeschossenen Objekte analysiert, um damit letztlich die Schussgenauigkeit zu erhöhen. Seine Messungen erfolgten mit Videoanalyse.

 

Bereits 09.02.2018 nahmen 3 Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums am Regionalwettbewerb „Jugend forscht –Schüler experimentieren“   in Frankenthal teil.

 

image10In der Sparte Physik ging Jonathan Gärtner (7h) mit seinem Projekt „Transport von Energie mit Mikrowellen“ an den Start. Jonathan wollte herausfinden, ob es möglich ist, elektrische Energie kabellos zu übertragen. Mit Hilfe von Radiowellen konnte er dies bereits erfolgreich realisieren.

 

 

image11Ebenfalls in der Sparte Physik nahmen Anthony Bartu und Kaan-Can Yaprak (6h) mit Ihrem Projekt „Bau einer kostengünstigen Teslaspule“ teil. Sie bauten eine Teslaspule, die sich günstig herstellen lässt und im Vergleich zu anderen Teslaspulen ungefährlicher ist, da sie nur mit 9V betrieben wird. Mit ihrem Projekt konnten sie die Jury überzeugen und sich den 3. Platz sichern.

 

 

Besonderes Engagement der Schule geehrt

Wie im letzten Jahr gehörte das HHG zu den Schulen, die 5 oder mehr teilnehmende Gruppen ins Rennen schickten und wurde dafür ausgezeichnet.

Im Vergleich zur Schülerzahl der Schule schickte das HHG die meisten Gruppen zum Regionalwettbewerb. Dies sorgte dafür, dass nach 2017 die Schule auch im Jahr 2018 den mit 300€ dotierten Preis der Sparkassenstiftung erhielt.

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Damit nicht genug! Die breite Unterstützung der Schule für den Wettbewerb Jugend forscht, auch in Form der Betreuer (Matthias und Michael Kaletta, Angela Schneider, Simone Schuhmacher und Sebastian Zangerle), in Kombination mit den zahlreichen Gruppen bescherte dem HHG auch den mit 1000€ dotierten Schulpreis des Sponsors CTS Reisen, der in einer gesonderten Preisverleihung übergeben wird.

Der Schule stehen damit auch für das nächste Jahr viele Mittel für ihre Jungforscher zur Verfügung.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, wir freuen uns auf einen neuen Start in der nächsten Saison!

 

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