HHG-Mädchen erreichen bei der Schultennis WM ihre sportlichen Ziele

Deutsche Delegation erhält ISF-Fairnesspreis der Nationen


Ein erster Höhepunkt dieser Schultennis-Weltmeisterschaften war die Eröffnungszeremonie. Wie bei den Olympischen Spielen durften die Mannschaften der 15 vertretenen Nationen mit ihrer Fahne unter dem Applaus aller Zuschauer in die Sportanlage einmarschieren. Unter Verlesung des sportlichen Eides wurde die Flagge der Internationalen Schulsport Föderation gehisst und die sportlichen Wettkämpfe durch den Präsidenten der ISF eröffnet.

Die Auslosung der Gruppen ergab, dass die HHG-Mädchen sich mit Belgien, Liechtenstein und Australien um das Weiterkommen in die K.O.-Runde auseinander setzten mussten. Bereits im ersten Spiel ging es gegen die zum Favoritenkreis zählenden Australierinnen. Leider waren die HHGSpielerinnen noch nicht richtig in Schwung und auch das Glück stand ihnen nicht bei. Die Auftaktpartie ging zwar deutlich mit 1:5 verloren, hätte aber auch gewonnen werden können, da drei Matches im 3. Satz Tie-Break entschieden wurden. Den einzigen Sieg in dieser Begegnung konnte Emily Lascheck mit einer überragenden Leitung gegen eine deutlich ältere Australierin holen. Gegen die Vertretung aus Liechtenstein lief es dann schon deutlich besser. Alle hatten die Reisestrapazen überwunden und so konnte man sich mit einer guten Mannschaftsleistung souverän mit 6:0 durchsetzten. Hochmotiviert kam es in der dritten Runde zu der entscheidenden Begegnung gegen die Belgier. Allen Spielerinnen war die Bedeutung dieser Begegnung bewusst, alle konnten eine gute Leistung abrufen. Mit Siegen von Jana Buth, Emily Lascheck, Jessica Weil und Sina Marchione stand schon nach den Einzeln das Erreichen der Hauptrunde fest und das Minimalziel, eine Platzierung unter den ersten acht Mannschaften war geschafft. Der nächste Gegner des HHGTeams hieß China. Hier stand man vier professionellen Spielerinnen aus der Jugend-Weltrangliste gegenüber, die auch vom Alter her deutlich über dem der HHG-Spielerinnen waren. Alles andere als eine 6:0 Niederlage wäre eine Sensation gewesen, die Spielstärke der Asiatinnen musste man anerkennen. In der nächsten Begegnung gegen die Flämische Gemeinschaft Belgien galt es jedoch wieder sich voll zu konzentrieren und den möglichen Sieg zu sichern. Nachdem Marie Lascheck ihr Match verloren hatte und Sina Marchione den ersten Satz abgeben musste, schien eine Niederlage nicht mehr weit entfernt. Auch im 2. Satz lief es zu Beginn für Sina nicht gut, die positive Erwartungshaltung im Team schien zu kippen. Zum Glück konnte sich Sina Marchione im Verlauf des Matches steigern und mit ihrem knappen Sieg im dritten Satz eine Wende in der Begegnung einleiten. Jana Buth und Emily Lascheck konnten mit sehr guten Leistungen ihre Matches gewinnen und da lediglich noch das Doppel Maie Lascheck/Lisa Ilzhöfer verloren ging, konnte man sich mit 4.2 das Spiel um Platz 5 gegen Frankreich sichern. Obwohl dieses dann gegen die sehr starken und motivierten Spielerinnen aus der nationalen Tennisakademie in Paris mit 2:4 verloren ging, wurden aus sportlicher Sicht die Erwartungen voll erfüllt. Mit einem 6. Platz bei 15 beteiligten Nationen, die großteils ältere Spielerinnen einsetzten konnten, darf man sicherlich davon sprechen dass das Team des Heinrich-Heine-Gymnasiums Deutschland und die Schule würdig vertreten hat. Dies umso mehr, als dass es bei der Abschlusszeremonie zu einem ungeahnten Höhepunkt für die Deutsche Delegation kam. Zum ersten Mal bei einer der weltweiten Veranstaltung der Internationalen Schulsport Sportföderation wurde eine deutsche Mannschaft mit dem Fairness-Preis der ISF ausgezeichnet. Diesen Preis gibt es bei weitem nicht einfach nur für eine faires, sportliches Verhalten auf dem Platz selbst, sondern wurde durch Abstimmung aller Mannschaften, ISFFunktionäre sowie sämtlichen an der Organisation beteiligten Personen, vom Fahrer bis zum Organisationschef vergeben. Damit wurde das faire, höfliche und respektvolle Verhalten unserer Delegation gegenüber den anderen Nationen, dem Gastgeber und dem Veranstalter im Sinne des“Spirit“ der Internationalen Schulsportföderation ausgezeichnet.

 

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