Heinrich-Heine-Gymnasium wird Deutscher-Schulmannschaftsmeister im Tennis

Deutscher Meister Titel für die Tennis-Mädchenmannschaft des Heinrich-Heine-Gymnasiums Kaiserslautern bei „Jugend trainiert für Olympia“. Mit Platz 4 erreichte die HHG-Jungenmannschaft bei 16 teilnehmenden Bundesländern ebenfalls eine beachtenswerte Platzierung.

Wie in vielen anderen Jahren zuvor, konnten sich 2010 die Mädchen- und Jungenmannschaften des Heinrich-Heine-Gymnasiums für das Bundesfinale zur Deutschen Schulmeisterschaft in Berlin qualifizieren. Dieses gelang durch Siege bei mehreren Vorrundenspielen bis hin zum Finale der besten drei Mannschaften in Rheinland-Pfalz. Auch bei diesen Landesmeisterschaften blieben beide HHG-Mannschaften ungeschlagen und konnten somit als Vertreter unseres Bundeslandes bei „Jugend trainiert für Olympia“ Ende September nach Berlin fahren. Hoch motiviert machten sich beide Teams auf die Reise in die Bundeshauptstadt. Allerdings war von Anfang an klar, dass die Mädchen mit einer andern Zielsetzung als die Jungen gegen die Siegermannschaften aus den anderen Bundesländern auf einer der schönsten Tennisanlagen Deutschlands, dem TC BW Berlin-Grunewald, an den Start gehen würden.

 

Minimalziel bei den Jungen: Überstehen der Vorrunde

Seit bestehen der Sportart Tennis bei „Jugend trainiert für Olympia“ gab es bereits einige Bundessiege oder Platzierungen auf dem „Treppchen“ durch Tennis-Mannschaften des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Dass es die Mannschaft der Jungen des Jahres 2010 nicht ihren Vorgängern wird nachmachen können, war auf Grund der Altersstruktur des Teams vorgegeben. Mit um 2-3 Jahren jüngeren Akteuren auf den vorderen Spielpositionen als die anderen Mannschaften, war klar, dass man es trotz der Leistungsstärke der HHG´ler sehr schwer haben würde. In der Besetzung Lukas Buth, Nicolas Mayr, Jonas Schoof, Johannes Erbacher, Alexander Schwarzwälder und Raphael Steinbacher ging man in die erste Runde, die man unbedingt gewinnen musste, um nicht vorzeitig in die Nebenrunde mit Spielen um Platz 9-16 abzurutschen. Für alle Jungen war es die erste Bundesfinalteilnahme und entsprechend aufgeregt stieg man ins Turnier ein. Der erste Gegner war der Vertreter aus Sachsen-Anhalt. Obwohl die Mannschaften aus den neuen Bundesländern sich in den letzten Jahren deutlich in Ihren Leistungen steigern konnten, hatten die HHG´ler dann doch recht leichtes Spiel und konnten das Match klar mit 6:0 gewinnen. In der nächsten Runde wartete mit der Mannschaft  aus Baden-Württemberg ein anderes Kalieber. Dieses Team war mit älteren Turnierspielern besetzt, sodass die Lauterer eher als Außenseiter ins Spiel gingen. Das Match von Lukas Buth an Position 1 ging schnell verloren, das von Johannes Erbacher auf Position 4 wurde schnell gewonnen. Die Begegnung musste auf den beiden Mittelpositionen entschieden werden. Hier zeigte Jonas Schoof auf Punkt 3 eine sehr starke Leistung und ging verdient als Sieger vom Platz. Schlüsselspiel war jedoch die Begegnung von Nicolas Mayr, der mit einer tollen spielerischen und kämpferischen Leistung einen anfangs schier übermächtigen Gegner im weiteren Verlauf des Spiels zur Verzweiflung brachte und für einen vorentscheidenten Spielstand von 3:1 nach den Einzeln sorgte. Gegen die nun demoralisierten Gegner konnten schließlich auch beide Doppel gewonnen werden. Damit war die nicht zu erwartende Teilnahme am Halbfinale geschafft. Hier stand der Vertreter aus Niedersachsen gegenüber. Die Jungs wollten jetzt auch unbedingt das Finale erreichen und legten sich entsprechend ins Zeug. Lukas Buth zeigte mal wieder was eigentlich in ihm steckt und schlug einen völlig konsternierten Turnierspieler des Jahrgangs ´95 in 2 Sätzen ! Da auch Johannes Erbacher sein Spiel gewann, führte das HHG überraschend mit 2:0. Leider war dann Jonas Schoof gegen einen ebenfalls sehr guten, 2 Jahre älteren  Spieler chancenlos. Für kurze Zeit schien es, dass wiederum Nicolas Mayr für eine Sensation sorgen könnte. 3 Jahre jünger als sein Gegner, hatte er den ersten Satz verloren, konnte dann sich aber immer besser in Szene setzten und wiederum seinen Gegner mit fantastischen Aktionen an den Rand der Verzweiflung bringen. Sehr unglücklich musste er schließlich einen dramatischen 2. Satz im Tie-break abgeben. In den nun entscheidenden Doppeln machte sich dann doch der große Altersunterschied bemerkbar. Der eingewechselte Alexander Schwarzwälder konnte zudem leider seine tolle Form aus den Vorwochen nicht bestätigen und somit gingen die beiden Doppel verloren. Im Spiel um Platz 3 stand man dem Vertreter Bayerns gegenüber. Von den Belastungen gegen die älteren Spieler dann doch erschöpft und gegen eine sehr stark besetzte Mannschaft aus Gauting war man ohne Siegchance, sodass sich die HHG-Truppe mit einem unglücklichen aber dennoch tollen 4 Platz bei ihrer ersten Teilnahme begnügen musste.

 

Ziel der Mädchen: Bundessieg !!!

Nicht überheblich, aber dennoch ihrer leichten Favoritenstellung bewusst, gingen die Mädchen in der Aufstellung Jana Buth, Emily Lascheck, Sina Marchione, Jessica Weil, Lisa Ilzhöfer und Marie Lascheck in das Bundesfinale. An Position 1 gesetzt und mit Spielerinnen, die bereits zum 4. Mal in Folge in Berlin dabei sein durften, konnte letztlich nur ein erneuter Bundessieg ein wirklicher Erfolg sein. Nach einem ersten, einem zweiten und einem dritten Platz in den letzten 3 Jahren, wollten die älteren Spielerinnen ihren altersbedingten Abschied von dieser Veranstaltung mit einem weiteren Titelgewinn krönen. Dies umso mehr, als dass dem Bundessieg in diesem Jahr zudem eine ganz besondere Bedeutung anhängt. Der Gewinner dieses Bundesfinales darf als Vertreter Deutschlands an den Tennis-Weltmeisterschaften der Internationalen Schulsport Förderation teilnehmen! Dieses tolle Erlebnis hatten die HHG-Jungen vor einigen Jahren bereits einmal gehabt, nun wollten die Mädchen diesen Rückstand aufholen.

Die Spiele der ersten Runden gegen Bremen und die Mädchen aus Hessen gingen jeweils ohne Probleme klar mit 6:0 nach Kaiserslautern. Erst im Halbfinale wartete mit der Mannschaft aus Berlin ein echter, unbequemer Prüfstein. Die Vertreterinnen der Bundeshauptstadt konnten in den letzten Jahren den Turniersieg mehrfach erringen und starten jeweils ebenfalls mit sehr spielstarken Turnierspielerinnen. Ein Titelgewinn war nur mit einem Sieg über die Berlinerinnen möglich. Als Handicap erwies sich zudem noch, dass Emily Lascheck an diesem Tag durch starke Rückenschmerzen in ihrer Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt war. In dieser Situation machte sich jedoch ein positiver Teamgeist und eine tolle Leistungsmotivation in der HHG-Mannschaft breit, die Mädchen wollten sich auf keinen Fall den Turniersieg streitig machen lassen. Wie erwartet musste sich Emily schnell ihrer sehr starken Gegnerin geschlagen geben und auch Jessica Weil merkte man die Anspannung an, es lief zu Beginn ihres Matches alles andere als gut. Ein 0:2 Rückstand drohte. Zum Glück konnte die nun beginnende Spitzenspielerin Jana Buth eine super Leistung abrufen und souverän gegen eine sehr starke Powerspielerin aus Berlin den ersten Satz gewinnen. Diese positive Wendung wirkte sich auch auf Jessica aus, die nun befreit beide Sätze gewinnen konnte. Jana blieb auch im 2. Satz unschlagbar und sorgte für den Zwischenstand von 2:1. Nun hing alles an Sina Marchione, die allerdings den ersten Satz verschlafen hatte, den 2. Satz dann aber gewinnen konnte. Gegen eine hoch motivierte, starke Gegnerin schien sie im 3. Satz bereits klar auf der Verliererstraße zu sein, lag sie doch bereits mit 2:5 und 15:40 zurück. Nach Abwehr mehrer Matchbälle kam sie jedoch sensationell zurück und sicherte sich den 3. Satz mit 7:5. So konnte man mit einem sicheren 3:1 in die Doppel gehen, welche beide gewonnen wurden. Damit war der Weg frei, das Finale war erreicht. Gegen die Vertretung aus Bayern im Endspiel gingen die HHG-Mädchen mit einem solchen Elan an den Start, dass die Gegnerinnen aus Mainburg nicht den Hauch einer echten Chance hatten. Alle konnten starke Leistungen abrufen, sowohl die Einzel als auch die Doppel wurden klar gewonnen. Damit war der ersehnte Bundessieg und die damit verbundene Teilnahme an den Tennis-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr erreicht.

 

 

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Michael Brug/10.10.10