Deutsch-Französische Radsportbegegnung am HHG vom 4.-8.07.2022

Montags kamen 12 französische Jugendliche und drei Betreuer aus dem Comité de cyclisme de Bourgogne-Franche-Comté aus Montceau les Mines zu einer deutsch-französischen Jugendbegegnung in Kaiserslautern an. Sie waren zusammen mit 12 deutschen Jugendlichen und drei deutschen Betreuern im Internat des Heinrich-Heine-Gymnasiums Kaiserslautern untergebracht. Nach einem interessanten Programm konnten alle am darauffolgenden Freitag wieder nach Hause zurückreisen.

Neben der Entdeckung der anderen Kultur nutzten die Jugendlichen diesen Austausch, um echte Beziehungen zu ihren sportlichen Altersgenossen aufzubauen. Vor allem freuten sich die Radsportler, dass nach fast zwei Jahren coronabedingter Pause endlich wieder eine Radsportbegegnung durchgeführt werden konnte. Es wurde gemeinsam allgemeiner Sport getrieben, Sprachanimationen durchgeführt und die Region West- sowie Saarpfalz besichtigt. Ein interessanter Punkt war auch die Integration der jungen Franzosen in den Französischunterricht. Ein weiteres Highlight war das Gruppenorientierungsfahren mit Karte im Pfälzerwald in deutsch-französisch gemischten Tandem- und Quartettgruppen. Ein Fahrradsicherheitstraining nach dem Motto des Trialgedankens wertete die deutsch-französische Begegnung enorm auf. Dass der Programmpunkt Zusammenarbeit einen sehr wichtigen Stellenwert bei diesem Austausch hatte, stellen die Kunstprojekte dar, die gemeinsam von Deutschen und Franzosen gemalt und gestaltet wurden. Dabei freuten sich die französischen Gastschüler besonders über die von Emma Eydt erarbeiteten Vorlagen, nach denen die jeweils deutschen und französischen Schüler gemeinsam Bilder malten oder Plastiken herstellten, die typisch deutsch beziehungsweise französische Gegenstände des Alltags repräsentierten.

Natürlich erkundeten wir auch die Stadt Kaiserslautern. So verlangte den deutsch-französisch gemischten Gruppen eine Stadtrallye mit Besichtigung der Innenstadt und den damit verbundenen Sehenswürdigkeiten alles ab und allen Schülern konnte die Stadtgeschichte nähergebracht werden. Zudem gab es neben allgemeinen Vorträgen oder Infos auch viele spielerische Übungen bei denen die Jugendliche durch Tandem-Übungen Kontakt fanden.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Sportbundes Pfalz. Hier wurden sowohl deutsche als auch französische Schüler über die wichtigen Aufgaben dieser Sportorganisation informiert. Bei den Schülern kamen vor allem zwei Sportübungen sehr gut an. Der Schlussweitsprung und das Zielwerfen mit geschlossenen Augen. So konnten sich deutsche und französische Schüler in ihren Leistungen spielerisch messen und die Bewertung für das Deutsche Sportabzeichen kennen lernen. Am Freitag sind nun die französischen Schüler mit großer Wehmut wieder nach Hause abgereist und freuen sich schon auf den Gegenaustausch in zwei Wochen in den französischen Alpen in Les Menuires. Herr Dr. Becker begrüßte die französische Delegation und ist über die weitere langfristige deutsch-französische Zusammenarbeit sehr glücklich. Auch der Sportzweigleiter, Herr Christmann, empfing die französischen Verantwortlichen und erläuterte die Situation des Radsports am HHG in fließendem Französisch. Abschließende Referate über die Geschichte und Bedeutung des Namensgebers unserer Eliteschule des Sports rundete das abwechslungsreiche Programm ab.

Da diese Begegnung durch das Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gefördert wurde, konnten die Jugendlichen unsere deutsche Region aus einer interessanten Perspektive kennen lernen. Seit 1963 fördert das DFJW deutsch-französische Begegnungen und verfügt zusammen mit seinen Partnern über einen großen Erfahrungsschatz an interkulturellen Methoden. Dieses Wissen wurde im Rahmen unserer Begegnung jungen Menschen ohne Erfahrungen in diesem Bereich nahegebracht. Die Teilnehmer sind nun nach Durchführung des Austauschs von den positiven Auswirkungen, die internationale Programme auf die gesellschaftliche und berufliche Weiterentwicklung junger Menschen haben, überzeugt. Dabei wurde auch der Faktor Mobilität besonders thematisiert, der junge Menschen darin unterstützt, ihre sozialen und sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. So können sie später leichter Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen, sich gesellschaftlich einbringen und gewinnen zusätzlich noch an Selbstvertrauen.

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