Klettern: Auch überregional soll’s hoch hinaus gehen

Auch überregional soll’s hoch hinaus gehen

Sportklettern: Neue Entwicklungssportart in Rheinland-Pfalz künftig im Angebot des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Kaiserslautern

Kaiserslautern. Sportklettern bekommt immer größere Anerkennung. In Tokio soll die Sportart ihre Olympiapremiere feiern, in Rheinland-Pfalz ist sie seit Mittwoch als neue Entwicklungssportart für die Jahre 2021 bis 24 anerkannt. Beschlossen vom Präsidialausschuss Leistungssport (PA-L) des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Der für den Leistungssport zuständige LSB-Abteilungsleiter Thomas Kloth sagte der RHEINPFALZ: „Wir wollen in Kaiserslautern einen Nachwuchsstützpunkt Südwest innerhalb des Deutschen Alpenvereins (DAV) entwickeln und etablieren, und wir wollen vielleicht schon zum 1. Januar einen Landestrainer anstellen.“ Bei der Sitzung des PA-L war auch Martin Veith zugegen, der Sportdirektor des DAV, der das Vorhaben unterstützt. Gleichbedeutend mit der Anerkennung ist eine noch bessere finanzielle Förderung des Sportkletterns. „Wir sehen eine Chance, dadurch auch eine überregionale Bedeutung zu bekommen, denn es gibt nicht viele Eliteschulen, die in Kapazitätsfragen ähnlich schnell reagieren können wie das Heinrich-Heine-Gymnasium.“ Das heißt: Diese Eliteschule des Sports in Kaiserslautern, das HHG, bekommt Zuwachs. Zunächst in der Anzahl der Sportarten. Sportklettern erweitert künftig das Angebot für die derzeit 350 Schülern in den Sportarten Radsport, Badminton, Judo, Fußball, Tennis, Leichtathletik und Handball. Über neue Lehrertrainer oder über Örtlichkeiten wird zu reden sein. Bereits jetzt wird an zwei Stellen am Landesstützpunkt in Kaiserslautern geklettert. Zum einen im DAV-Kletterzentrum Barbarossahalle, zum anderen im RockTown. „Sportklettern ist in Kaiserslautern bereits leistungsstark vertreten. Die Sportart hat einen hohen Aufforderungscharakter, ist also für Kinder und Jugendliche sehr attraktiv. Und natürlich rechnen wir damit, dass die Olympiapremiere die Attraktivität noch weiter steigert“, sagte der Leiter des Sportzweigs am HHG, Jan Christmann . Er erläuterte, dass schon jetzt Sportklettern als ergänzendes Ganztagsschul-Angebot am HHG sehr beliebt ist, und zwar unter eher breitensportlichen Gesichtspunkten. Nun soll der leistungssportliche Charakter in Kaiserslautern noch mehr betont werden, wie er etwa in Frankenthal seit vielen Jahren von Norbert und Johannes Lau intensiv gepflegt wird. Norbert Lau ist der Leistungssportbeauftragte im Verband, Gymnasiallehrer Johannes Lau Honorar-Bundestrainer im Nachwuchsbereich. Die Zusammenarbeit ist ertragreich. Christmann sieht in der Hinzunahme der neuen Sportart zum einen eine Standortabsicherung der Eliteschule, zum anderen weiß er: „Gerade Sportklettern wird längst als Ergänzungssportart für andere Athleten extrem geschätzt“.

Klettern Rheinpfalz 22.11