Radsport: Pascal Ackermann beendet die Saison mit einem Sieg

Ackermann Vuelta

Radsport: Pascal Ackermann beendet Saison mit einem Sieg – Roglic gewinnt Spanien-Rundfahrt

Madrid. Selten war die Teamarbeit so wertvoll und so augenfällig wie gestern, als der Sprintzug des Bora-hansgrohe-Teams das Sprintfinale für Pascal Ackermann glänzend vorbereitete. Und der bedankte sich mit seinem zweiten Tageserfolg bei der Vuelta und geht als Schlussetappensieger in die Annalen ein.„Dieses Ergebnis war nur durch die Unterstützung meiner Teamkollegen möglich, die besonders auf den letzten drei Kilometern einen außergewöhnlichen Job gemacht haben“, sagte der Minfelder. Während Bennetts Mannschaft Deceuninck-Quick-Step auf den letzten zwei Kilometern den Überblick verlor, beherrschte das deutsche Team das Geschehen. Ackermann eröffnete den Endspurt von vorne, Bennett flog heran, aber der Tigersprung des 26 Jahre alten Pfälzers entschied die Schlussetappe über 124 Kilometer. Weder Ackermann noch Bennett waren sich sicher über Sieg oder Niederlage. Vieles sprach für den Iren, weil er von hinten kam und einen Tick schneller war, aber das Rennen wird nun mal auf dem Zielstrich entschieden, und da lieferte das Zielfoto den klaren Beweis: Sieg für Ackermann, zwei, drei Zentimeter vorne, mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. „Wir hatten nie eine leichte Etappe bei der Vuelta. Es gab immer einen harten Kampf um die Ausreißergruppen und dann auf Etappen wie gestern, da mussten die Sprinter doch ziemlich stark leiden. Es war eben wichtig, so viele Körner wie möglich zu sparen, und ich bin froh, dass ich meine Energie sparen konnte. Heute hat sich das auch bezahlt gemacht“, sagte Ackermann: „Vielen Dank an das ganze Team!“ Der slowenische Titelverteidiger Primoz Roglic hat zum Abschluss dieser chaotischen Straßenrad-Saison die 75. Spanien-Rundfahrt gewonnen. Der 31-Jährige vom Team Jumbo-Visma erreichte das Ziel in der spanischen Hauptstadt nach 18 Etappen als Träger des Roten Trikots und krönte sich wie schon 2019 zum Vuelta-Sieger. Sein Vorsprung in der Gesamtwertung auf den zweitplatzierten Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) betrug 24 Sekunden. Das Podium komplettierte der Brite Hugh Carthy (EF Pro Cycling/+ 0:47 Minuten). Roglic hatte den Erfolg nach spannenden drei Wochen am Samstag bei der letzten Bergankunft am Alto de la Covatilla perfekt gemacht. Wieder schwächelte er etwas wie vor zwei Monaten bei der Tour de France, als er beim Zeitfahren am vorletzten Tag den Sieg an seinen Landsmann Tadej Pocacar abtreten musste. Aber dieses Mal reichte es für ihn. „Wenn du gewinnst, ist das Wie am Ende nicht mehr entscheidend. Ich bin einfach super glücklich, dass ich es geschafft habe“, sagte Roglic. Er habe nie am Sieg gezweifelt, sagte er.