Sport: Radtrainingsbahn auf der Wunschliste

 

Radtrainingsbahn auf Wunschliste

Ein Dienstjubiläum von Lehrern an einer Schule gehört zum Schulalltag. Ein besonderes und seltenes Jubiläum konnte Ulrich Becker in dieser Woche begehen. Im Oktober 1994 trat der Leiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums seinen Dienst an der Staatlichen Schule im Dunkeltälchen an. Der promovierte Pädagoge ist kein Pfälzer. Das verrät bereits seine akzentuierte und geschliffene Sprache. Ulrich Becker, geborener Westfale, stammt aus Hagen. An der Ruhr-Universität Bochum hat er Sportwissenschaft, Germanistik, Sozialwissenschaften und Pädagogik studiert. Schnell wechselte er vom Schuldienst ins Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Eine Brücke nach Kaiserslautern war ihm seine Promotion. Der lag die Evaluation eines Modellversuchs „Talentförderung durch Sportklassen“ am Heine-Gymnasium zugrunde. Von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz war der Weg nach Kaiserslautern nicht weit. Wer Ulrich Becker kennt, weiß, dass er ein Vollblutpädagoge ist und Wohl und Ansehen seiner Schule stets im Auge hat. „Seit 1994 wurde das Schulangebot am Heinrich-Heine-Gymnasium um eine Orientierungsstufe erweitert, Fußball wurde in Kooperation mit dem 1. FC Kaiserslautern als weitere Fördersportart aufgenommen, Tischtennis und Leichtathletik wurden eingestellt“, erinnert der 63-Jährige an die Weiterentwicklung seiner Schule. Als Höhepunkte nennt Becker die Auszeichnung der Schule als „Eliteschule des Sports“ und als „Eliteschule des Fußballs“. Mit der Einführung der „Schule für Hochbegabtenförderung/Internationale Schule“ als weiterem schulischem Schwerpunkt wurden zwei zusätzliche Internatsgebäude errichtet. Dass Becker nach 25 Jahren Schulleitertätigkeit noch nicht wunschlos glücklich ist, zeigt sein Wunschzettel. Der beinhaltet eine bauliche Erweiterung der Sportstätte mit Radtrainingsbahn und normgerechter Badmintonhalle. „Wir benötigen die Sportstätten, um die leistungssportliche Konkurrenzfähigkeit und die Auszeichnung als Bundesstützpunkt und Landeszentrum Radsport halten zu können. Ebenso als Leistungszentrum Badminton gegen die harte Konkurrenz aus anderen Bundesländern.“

Mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz - Ausgabe 19.10.2019