Radsport

Radsport: Wipotec unterstützt weiterhin das Junioren Team - DM im Zeitfahren am Sonntag

Den Firmenmitbegründer von Wipotec Udo Wagner stand die Verlängerung seines Engagements nicht zur Debatte.

Es sei wichtig den Nachwuchsleistungssportlern "in schwierigen Zeiten eine Perspektive zu bieten", sagte er im SWR-Interview. 

Link zum Beitrag: https://www.swr.de/sport/media/corona-und-die-folgen-wie-vereine-um-ihre-sponsoren-kaempfen-100.html

Die Juniorinnen und Junioren gehen am Wochenende  bei den  Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren in Esplingerode an den Start. 

"Mit dieser Meisterschaft setzt der Bund Deutscher Radfahrer ein Zeichen, dass es im Radsport trotz der Corona - Krise weitergeht", freut sich 

BDR Vizepräsident Günter Schabel auf das  Rennen. 

 Wipotec Team copy

Team Wipotec bei der "Heim DM in Linden" ´(Foto Privat 2019) 

Udo Wagner

Udo Wagner erläutert den Sportler die Produktionsschritte bei einer Firmenführung (Foto: Privat 2019) 

 

 

Radsport: Miriam Welte und die Wette

Welte und die Wette

 

 

Sport mit direktem Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen zulässig

Sport mit direktem Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen zulässig

Vierte Stufe der „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ tritt am 24. Juni in Kraft

Die Landesregierung hat eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung (10. COBeLVO) erlassen, mit der ab Mittwoch, 24. Juni, weitere vorsichtige Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Rahmen des Stufenplans „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ gelten. Unter anderem ist die sportliche Betätigung mit direktem Körperkontakt wieder zulässig. Damit kann ein Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen Sportarten wieder aufgenommen werden – wenn die Zahl von zehn Personen nicht überschritten wird.

„Erlaubt sind damit nun auch wieder Sportarten mit direktem Körperkontakt wie Judo, Ringen, Karate, Beachvolleyball oder auch der Tanzsport“, erläutert Christof Palm, kommissarischer Hauptgeschäftsführer des LSB. „Mit Blick auf die Mannschaftssportarten in der Halle ist etwa im Basketball nicht nur Training, sondern auch wieder Wettkampf zweier Mannschaften – ein Team besteht aus fünf Spieler*innen – möglich. Im Handball, Volleyball oder Hockey in der Halle ist das körperintensive Training mit bis zu zehn Personen möglich.“ Spiele bzw. Wettkämpfe dagegen sind – aufgrund der Tatsache, dass pro Team mehr als fünf Sportler*innen auf dem Feld stehen – weiter nicht möglich. Auch die Fußballer dürfen wieder zurückkehren zu klassischen Trainingsformen wie „Zweikämpfe üben“ oder Spielsituationen trainieren wie „drei gegen drei“ oder auch „fünf gegen fünf“.

Bei Gruppen von mehr als zehn Personen gelten weiter die bekannten Schutzmaßnahmen. So muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Sofern wegen der Art der sportlichen Betätigung – insbesondere in geschlossenen Räumen – mit einem verstärkten Aerosolausstoß zu rechnen ist, ist der Mindestabstand zwischen Personen zu verdoppeln. Zudem gelten bei der sportlichen Betätigung in geschlossenen Räumen sowie der Nutzung von Schwimm- und Hallenbädern bei mehr als zehn anwesenden Personen weiterhin die Personenbegrenzung (1 Person je 10 qm) sowie die Pflicht zur Kontakterfassung.

Zudem liefert 10. CoBeLVO den gesetzlichen Rahmen für die Öffnung der Sportanlagen für Zuschauer. Unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen dürfen Personen im Rahmen der Regelungen zu Veranstaltungen dem Sportbetrieb beiwohnen. Für Veranstaltungen im Freien gilt unter der Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen eine Zulassung von bis zu 350 Personen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 150 Personen unter Beachtung der Schutzmaßnahmen zulässig. Für alle Veranstaltungen gilt insbesondere das Abstandsgebot und die Pflicht zur Kontakterfassung – in geschlossenen Räumen zudem die Maskenpflicht. Sofern die Teilnehmer*innen keine zugewiesenen Plätze haben, gilt auch die Personenbegrenzung (1 Person je 10 qm). Des Weiteren bleibt die Entscheidung über die Öffnung der Sportstätte dem jeweiligen Träger überlassen.

Laut Christof Palm begrüßt der LSB die neue Verordnung grundsätzlich, „denn abgesehen von einigen ´Superspreading-Events`– zum Glück bislang außerhalb von RLP – scheint es so, als hätten wir aktuell das Schlimmste hinter uns“. Nach vielen Wochen der verordneten Bewegungslosigkeit und des stark eingeschränkten Trainings- und Wettkampfbetriebes sei die neue Verordnung ein weiterer und vor allem wichtiger Schritt hin zur „neuen Normalität, schließlich trägt der Sport wie kaum ein anderer Bereich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur Erhaltung von Gesundheit und Mobilität und damit zur Lebensqualität bei“.

Abgesehen von eventuell möglichen weiteren Lockerungen in der kommenden Landesverordnung appelliert der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz (LSB und die drei Sportbünde) an alle Kommunen, die Träger von Sporthallen und Sportplätzen sind, diese für den Sportbetrieb umgehend flächendecken zu öffnen und nicht wieder mit Beginn der Sommerferien zu schließen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Vereine teilweise immer noch vor verschlossenen Türen stehen. Der Sport hat seinen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus geleistet, Hygienekonzepte erarbeitet und Regeln für die Aufnahme des Trainingsbetriebes erstellt. Nun seien die Kommunen am Zuge, die Vorgaben der Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auch in die Tat umzusetzen und den Sportler*innen wieder Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Entsprechende Hinweise von Vereinen an die Sportbünde im Land zeigen, dass dies vielerorts noch nicht geschehen sei.

 

Weitere Infos unter www.lsb-rlp.de.

 

Radsport: Wichtiger Test für das Bahnteam

Testen unter Wettkampfbedingungen in neuen Trikots  - Unter diesem Link geht es zum SWR Fernsehbericht der Wettkampfsimulation in Dudenhofen

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/bahn-team-absolviert-wichtigen-test-100.html

Pressebericht des Wochenblattes: 

https://www.wochenblatt-reporter.de/ludwigshafen/c-sport/das-bahn-team-rheinland-pfalz-absolviert-test-in-dudenhofen_a201892

Dudenhofen 2020 Test

Olympiasiegerin als Sportliche Leiterin

Radsport: Eigentlich hätte an Pfingstmontag beim traditionellen Rennen in Dudenhofen das Bahn-Team Rheinland-Pfalz präsentiert werden sollen. Aus dem Rennen wurde nichts – vorgestellt wurde das Team am Dienstag. Das war verbunden mit einem Testwettkampf. Mit dabei war auch ein bekanntes Gesicht: Miriam Welte. Die Olympiasiegerin hat eine neue Rolle.

Dudenhofen. Die Laune bei Frank Ziegler ist nach zwei Stunden Training mindestens genauso gut wie das Wetter: „Man sieht, dass sie in der Pause alle gut gearbeitet haben“, sagt der Trainer. Mit der Rundenzeit von Timo Bichler (17,9 Sekunden) ist Ziegler beispielsweise sehr zufrieden. Zumal der 21-Jährige vom RV Dudenhofen vergangene Woche nicht an einem Lehrgang der Nationalmannschaft in Cottbus teilnehmen konnte. Er bereitet sich auf seine Einstellungsprüfung bei der Polizei vor, würde gerne am 1. September bei der Sportfördergruppe starten. Auch Bichler konnte mit seiner Zeit bei dem internen Wettkampf zufrieden sein: „Es ist gut gelaufen. Man merkt, dass ich zuletzt etwas anders trainiert habe.“ Der 21-Jährige hatte die Corona-Zwangspause genutzt, um in der bayerischen Heimat in Simbach am Inn zu trainieren, zudem Zeit mit seiner Familie zu verbringen. „Ich habe mich auch als Hobbygärtner versucht“, erzählt Bichler schmunzelnd. Trainiert hat er auf der Straße, auf der Rolle, es gab Krafteinheiten. Teilweise waren seine Eltern dabei – mit dem E-Bike. Der Sportler hat es genossen. Und lebt nun, nachdem die Spiele verschoben sind, auch wieder seinen Traum von Olympia. Bei der Weltmeisterschaft im Frühjahr in Berlin war er nicht für den Männer-Teamsprint nominiert. „Die Hoffnung ist wieder voll da“, sagt der Bayer. Auch Hermann Mühlfriedel, der Leiter des Bahn-Teams Rheinland-Pfalz, hat diese Hoffnung. Dieses Team vor rund zwei Jahren ins Leben zu rufen, war für den Queidersbacher die absolut richtige Entscheidung – natürlich auch wegen der sportlichen Erfolge: „Das ist gut für den Bahnradsport in Rheinland-Pfalz. Nur mit einem solchen Team können wir die namhaften Leute hier halten beziehungsweise hierherholen.“ Dankbar ist er, dass die Unterstützung der Sponsoren weiterhin vorhanden ist, sogar weitere hinzugekommen sind. Apropos hinzugekommen: Mit Torben Osterheld, Jahrgang 2004, vom RV Offenbach ist nun eine weitere Nachwuchshoffnung Teil der Gruppe, zu der neben Bichler auch Alessa-Catriona Pröpster (RSC Ludwigshafen), Katharina Albers, Sophie Deringer (beide RV Dudenhofen), Henric Hackmann (RV Rodenbach) und Luca Spiegel (RV Offenbach) gehören. Zudem ist der 17-jährige Yvo Schlamp Trainingsgast. Auch er gehört dem von Albert Diemer so rührig geführten RV Rodenbach an, kam über das Boxen zum Radsport. Radfahren gehörte schon da zum Grundlagentraining. Schlamp war 2017 sogar Deutscher Meister der Junioren. Doch die Schulter machte ihm zu schaffen, ein knöcherner Sehnenausriss. Mittlerweile ist er Schüler des Kaiserslauterer Heinrich-Heine-Gymnasiums und hat das große Ziel, ein fester Teil des Teams zu werden. Die Chance ist da, sagt Ziegler, der Sportliche Leiter. Voraussetzung ist es, die Landeskadernorm zu erfüllen. Dann ist da ein altbekanntes Gesicht: Olympiasiegerin Miriam Welte. Sie hat nun zusammen mit ihrem Stiefvater die sportliche Leitung. Für die 33-Jährige eine Herzensangelegenheit. Welte kümmert sich um viele Dinge im Hintergrund, um die Akquise der Sponsoren, um die neuen, schicken grünen Trikots. Zumindest bei Wettkämpfen in der näheren Umgebung will sie dabei sein, will ihre Erfahrung einbringen. Ob sie nach ihrem Karriereende die Bahn vermisst? „Die Lust, aufs Rad zu steigen, ist auf jeden Fall da. Ich weiß aber auch, welche Schmerzen das auf der Bahn sind. Was ich vermisse, ist das Zusammensein mit dem Team. Die Mädels und die Jungs fehlen mir.“ Deswegen will sie auch mal wieder beim Training im Kraftraum vorbeischauen. „Miriam hat die C-Trainerausbildung, will reinschnuppern. Sie hatte sich schon in ihrer aktiven Zeit viel eingebracht“, berichtet Ziegler. Welte bedient an diesem Tag auch schon mal die Startmaschine. Dank einer neuen Zeitmessung auf der Anlage in Dudenhofen gelangen die Daten direkt wenige Meter weiter auf das Laptop von Thiemo Pelzer, der Trainingswissenschaftler am Olympiastützpunkt ist. „Ich kann so mehr beobachten, muss mich nicht auf das Stoppen konzentrieren. Gerade beim Gruppentraining ist das von Vorteil“, sagt Ziegler. Gruppentraining ist coronabedingt derzeit noch nicht möglich. Wie überhaupt Unklarheit herrscht. Wann es wieder Wettkämpfe geben wird, weiß niemand. Keine einfache Situation. „Gerade da ist auch ein Team von Vorteil“, weiß Mühlfriedel. Die Sportler können sich gegenseitig motivieren. Und dass sie auch in der Corona-Pause gearbeitet haben, ist auf der Bahn in Dudenhofen nicht zu übersehen.

Radsport: In der "Badewanne" geht es wieder rund

Dudenhofen 2020

In der „Badewanne“ geht’s wieder rund

Radsport: Bundestrainer Jörg Winkler macht Abstecher in den Trainingsalltag am Bundesstützpunkt Dudenhofen

DUDENHOFEN. In der „Badewanne“ steht die Hitze. Aber egal. Es geht rund, die Bahn-Rennräder ohne Bremsen und Leerlauf rollen wieder. Die Athleten empfinden das als großes Glück. Davon hat sich am Dienstag Bundestrainer Jörg Winkler in Dudenhofen überzeugt, an einem von fünf Bundesstützpunkten im Bahnradsport.„Es muss ja alles weiter gehen. Die Sportler brauchen eine Perspektive, sonst wird das ja nichts. In den Tag hineinleben, das geht nicht“, sagte Winkler, der für zwei Tage aus Hamburg in die Pfalz kam. Am Montag schaute er sich das Krafttraining an, gestern das Bahntraining. Winkler war schon in Schwerin, folgen werden Erfurt, Cottbus und Chemnitz. Momentan kann er noch keine gemeinsame Maßnahme für die Juniorensportler planen, wie das gerade seit Montag bis Pfingsten für die Elite und U23 in Cottbus möglich ist. „Hier in Kaiserslautern und Dudenhofen läuft es sehr gut, bei Frank Ziegler geht es immer familiär zu“, lobte Winkler die Gruppe des Landestrainers: „Die Athleten sind motiviert, sie freuen sich, wenn man sich um sie kümmert.“ Sophie Deringer vom RV 08 Dudenhofen und Henric Hackmann vom RV Kerzenheim wären Kandidaten für die Junioren-Weltmeisterschaften im Juli in Kairo gewesen. Diese ist aber abgesagt. „Jetzt hoffen wir, dass wenigstens die EM in Anadia in Portugal stattfinden“, sagt Sophie Deringer, die mehrfache deutsche Meisterin aus Römerberg. „Man braucht Ziele. Ohne Ziele ist es schwer, sich zu motivieren“, erklärte sie, „ich bin jetzt richtig froh. Ich hatte das Gefühl vermisst, auf der Bahn zu fahren. Aber die Bahn ist für mich Heimat.“ Das Coronavirus hat alles durcheinandergebracht. Jetzt kommt der lahmgelegte Sportbetrieb wenigstens wieder langsam in die Trainingsphasen. Nicht ohne Regeln – Masken an, Abstand halten, daheim duschen und, und, und. „Die Regeln sind nicht umsonst gemacht, wir halten uns strikt daran“, erläuterte Frank Ziegler. Seine Trainingsgruppe hat er zweigeteilt, weil immer nur fünf Leute zusammen trainieren dürfen. Auf den Rollen wird sich einzeln warmgefahren. Aber die Laune lässt sich keiner verderben. Es gibt wie immer Kaffee und Kuchen. Imgrunde läuft momentan alles nur sechs Wochen später an. Nur: Die Wettkämpfe fehlen, und das tut weh. Ziegler: „Wichtig wäre es jetzt, dass wenigstens die deutschen Meisterschaften nachgeholt werden. Sie waren für Anfang Juli in Köln geplant. Notfalls weichen wir im Herbst oder Winter auf eine überdachte Bahn in Frankfurt/Oder oder Büttgen aus. So ist der Plan.“ Und die Junioren-EM in Anadia? Auch für Frank Ziegler sind sie ein Hoffnungsschimmer. Außerdem wird tatsächlich an einem Konzept gearbeitet, den Grand Prix in Dudenhofen im August laufen zu lassen, mit Rennen in Friesenheim und Schopp davor und danach. Kommt Zeit, kommt Rat. Mit Bundestrainer Winkler ist auch der Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Patrick Moster, nach Dudenhofen gekommen. „Der BDR hofft darauf, im September mit Wettkämpfen starten zu können, etwa mit einem Einzelzeitfahren im Nachwuchsbereich auf der Straße. Aber wir sind nicht nur mehr auf das Wohl der Verkehrsbehörde, sondern auch auf das der Gesundheitsbehörden angewiesen.“ Moster machte gute Miene zum bösen Spiel: „Im Sinne der Sportler müssten so schnell wie möglich Wettkämpfe stattfinden. Es gibt da natürlich einen gewissen Neid auf die Fußballer. Da sieht man sehr schön, was möglich ist und wie schwer sich Deutschland mit den anderen Sportarten tut.“