Judo

Klettern: Schnuppertraining am 27.10 im Rocktown

Klettern Schuppertraining

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Pressebericht der Rheinpfalz: 

Pfälzische Volkszeitung vom 02.10.2021

Vorfreude aufs Saisonfinale

Vier Rheinland-Pfälzerinnen, darunter drei Starterinnen vom Deutschen Alpenverein (DAV) Kaiserslautern, haben sich für die deutschen Meisterschaften im Leadklettern qualifiziert, die heute in Augsburg als Abschluss der Klettersaison ausgetragen werden: Florence Grünewald, 22, und erstmals die beiden 16-jährigen Sportlerinnen Julanda Peter und Lucie Dörle.

Für Lucie Dörle ging es dieses Jahr im Lead – dem Vorstiegsklettern mit Seil – sozusagen von null auf 100: Die 16-Jährige ist vor allem leidenschaftliche Boulderin, was seilfreies Klettern in Absprunghöhe meint. So richtig trainiert sie Lead erst seit dieser Saison, seit sie im Landeskader ist, mit der seit März amtierenden Landestrainerin Monika Retschy zusammenarbeitet und – wie zuvor bereits Julanda Peter – ans Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) gewechselt ist, wo es den neuen Schwerpunkt Sportklettern gibt. „Das ist eine Riesenleistung, dass sie sich qualifiziert hat, jetzt soll sie das einfach genießen“, sagt Monika Retschy über Lucie Dörle, die sich vergangenen Sonntag bei den westdeutschen Meisterschaften in Frankenthal die Startberechtigung für die DM geholt hat, bei der insgesamt 34 Kletterinnen antreten dürfen. „Gebissen, damit es klappt“„Ich hatte mir eigentlich gar kein Ziel vorgenommen. Aber als ich in die Routen eingestiegen bin, habe ich gemerkt: Ich kann das, und ich kann auch weiterkommen, weil sie mir ziemlich gelegen haben. Aber ich war trotzdem sehr überrascht und habe mich sehr gefreut“, sagt Dörle über den Wettkampf in Frankenthal, der bereits ihr elfter der Saison war. Nach zwei Qualifikationsrunden stand sie im Finale der besten zehn, und habe sich gedacht: „Jetzt will ich auch nach Augsburg! Darum habe ich ordentlich gebissen, damit es klappt.“ Es seien Routen gewesen, in denen es besonders auf Technik, weniger auf Kraft ankam: Das liege ihr, berichtet Dörle, die sich als Neunte qualifizieren konnte. Die Mehlingerin klettert seit fünfeinhalb Jahren. Eine Geburtstagseinladung in die Boulderhalle RockTown hat sie mit elf Jahren Feuer fangen lassen: „Man hat mich nicht mehr raus aus der Halle bekommen.“ Da passt es, dass ihre Eltern selbst bouldern. Die Vielseitigkeit der Bewegungen fasziniert sie besonders, „aber auch die Atmosphäre mit den Leuten in der Halle“. Obwohl sie nach wie vor am liebsten bouldert, hat sie als Kadersportlerin nun auch die beiden anderen olympischen Disziplinen, Lead und Speed, trainiert. Im September konnte sie bei den offenen hessischen Meisterschaften ihre Speed-Bestzeit auf unter 15 Sekunden verbessern, kam danach beim deutschen Jugendcup – quasi den nationalen Jugendmeisterschaften, an denen sie, die bald 17 wird, letztmals teilnehmen durfte – in Speed und Lead auf den 14. Platz. Fünf Mal die Woche trainiert sie, mittwochs am HHG bei Trainer und Kletterer Johannes Lau vom DAV Frankenthal, der sich mit 37 selbst nochmals für die DM qualifiziert hat. Dienstags arbeitet sie in der Barbarossahalle nach einem Trainingsplan von Monika Retschy, donnerstags und samstags mit Retschy selbst. „Und sonntags können wir klettern, wie es uns gefällt.“ Durch den Wechsel von ihrer alten Schule, der IGS Enkenbach-Alsenborn, wo es in der Oberstufe Nachmittagsunterricht gibt, ans HHG „hat sie viel mehr freie Kapazitäten, sich aufs Training zu konzentrieren. Und das hat man in den wenigen Wochen schon gemerkt: Sie hat viel Energie und kommt mit freiem Kopf ins Training“, sagt Monika Retschy über Dörle. Die Schülerin ist auch selbst froh über den Wechsel: Lernen und Training lasse sich auch dank des Unterrichtsendes um 13 Uhr gut miteinander vereinbaren. „Und wenn ein Wettkampf ist, verstehen es die Lehrer auch, wenn man mal die Hausaufgaben nicht ganz so ordentlich hat.“ Vor der Konkurrenz in Augsburg hat Dörle Respekt. „Da sind ja die Besten. Ich würde mich schon riesig freuen, wenn ich ein oder zwei Personen hinter mir lassen würde.“ Generell nehme sie sich immer vor, „das Beste aus mir herauszuholen“, um sagen zu können: „Ich bin so weit gekommen, wie ich konnte.“ Wobei sie Anfeuerungen durchaus noch extra motivieren: „Das weckt mich manchmal auch quasi auf, wenn ich selbst gerade vergesse, mir zu sagen: Du kannst das schaffen, mach noch diesen einen Zug.“ Nervös sei sie zwar oft direkt vor dem Einsteigen in eine Route, aber nicht beim Klettern selbst. „Da kann ich mich ganz gut selbst beruhigen.“ Und wenn Züge nicht so funktionierten, wie sie es sich vorher überlegt hat, „kann ich eigentlich ganz gut improvisieren“. Am Umgang mit Nervosität arbeitet Monika Retschy ebenfalls mit ihren Sportlerinnen. „Nervosität hat ein Wettkampfkletterer eigentlich immer“, sagt die 29-Jährige, die zuletzt 2017 deutsche Meisterin und 2015 EM-Vierte im Bouldern war. Mit jüngeren Athletinnen wie Dörle und Julanda Peter, die nach einer Verletzung derzeit erst wieder im Aufbau sei, arbeitet sie enger zusammen als etwa mit Studentinnen wie Florence Grünewald oder Lucie Molitor vom DAV Zweibrücken, die derzeit in großer Form ist – in Frankenthal wurde sie Zweite – und laut Retschy bei den DM „vorn mit dabei“ sein kann. Die erfahrene Florence Grünewald, die 2020 deutsche Vize-Meisterin im Bouldern war, wiederum ist diese Saison wie Peter zeitweise verletzt ausgebremst worden. Sie wurde am Fuß operiert, hat sich in Frankenthal aber wieder wettkampfstark gezeigt. „Für sie ist bei den deutschen Meisterschaften eigentlich alles offen“, traut Retschy ihr einiges zu. Grünewalds Ziel: Halbfinale„Ich will einfach Spaß haben und ins Halbfinale klettern“, hat sich Grünewald als Ziel vorgenommen. Mit dem vierten Platz in Frankenthal sei sie angesichts ihrer Verletzung zufrieden gewesen, „obwohl es das Treppchen schon hätte sein dürfen“, sagt sie lachend. Etwa vier bis sechs Wochen konnte sie nach der Knorpel-OP am rechten Sprunggelenk nun trainieren – am Seil, das sei ohnehin sicherer in der Heilungsphase: Beim Bouldern springt man meist ab. Das sei noch zu gefährlich für den Fuß, den sie sich beim Bouldern in Sachsen verletzt hatte, als sie zwischen zwei Crashpads, also Schutzmatten, aufkam. „Irgendwie hat mich die Verletzung aber voll motiviert. Ich dachte mir: Jetzt starte ich voll durch am Seil“, meint die Studentin, die ebenfalls vor allem Boulderin ist. „Das Seilklettern reizt mich dann doch – gerade, weil es mir nicht so leicht fällt und ich viel nervöser bin.“ Durch das Training habe sie nun auch „das Gefühl, dass mein Klettern und auch mein Kopf besser wird dadurch, dass ich mich dieser Hürde stelle.“

 

Judo: Gute Präsentation vor dem Bundestrainer

Judo NK 2

JUDO: Samuel Mendel und Michael Krieger im U21-Kader

Nach Samuel Mendel gehört mit Michael Krieger nun ein weiterer Judoka des Kaiserslauterer Heinrich-Heine-Gymnasiums dem U21-Nationalkader an. Die Judoschmiede am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG), der Sporteliteschule in Kaiserslautern, ist seit Jahren eine Bank für Erfolge im Judo. Ob der ehemalige Weltmeister Alexander Wieczerzak, ob Matthias Krieger, Bronzemedaillengewinner bei den Paralympischen Spielen, Simon Schnell, der heutige Athletiktrainer beim Deutschen Judobund oder vor allem auch Jasmin Grabowski, die sich aktuell auf ihre zweiten Olympischen Spiele in Tokio vorbereitet, bei ihnen allen und bei noch vielen weiteren wurde die Basis der großen Erfolge am HHG im Trainerteam um Uli Scherbaum gelegt. Nun sind mit Samuel Mendel (17) und Michael Krieger (18) wieder zwei junge Männer bis in den Nationalkader der U21, dem NK2-Kader, vorgedrungen. In Zeiten von Corona ohne große Nachwuchsturniere kein leichtes Unterfangen. „Es gab wenige ausgewählte Turniere, und es gab Lehrgänge, zu denen der Bundestrainer eingeladen hat“, berichtet Uli Scherbaum davon, dass sich seine Schützlinge bei den Lehrgängen in Kienbaum unter den Augen des U21-Nationaltrainers Pedro Guedes gut präsentiert haben und einige der Kämpfe gegen aktuelle Kaderathleten gewinnen konnten. Für Samuel Mendel geht es auch direkt Anfang Juli zum internationalen Turnier nach Tschechien. Michael Krieger wird das Heinrich-Heine-Gymnasium als Kaderathlet im Sommer allerdings bereits verlassen. Nach München Der Judoka, der seine Wurzeln im Rheinland hat, wird seine Zeit im Internat beenden und nach bestandener Prüfung zur bayerischen Landespolizei gehen. Der Grund: In München Großhadern ist der Judo-Bundesstützpunkt. „Der Bundestrainer sieht seine Kadersportler schon gerne an einem Bundesstützpunkt“, hofft Uli Scherbaum und mit ihm HHG-Trainer Aydin Kempirbaev, dass das Judotalent seinen Weg weitergehen wird.

Karate: Hingehen und gewinnen

 

Mein Anspruch ist hingehen und gewinnen“

Auf dem Weg nach Tokio: Den 7. August 2021 nennt Jonathan Horne den „Tag der Tage“. Dann kämpft der 32 Jahre alte Kaiserslauterer im Budokan von Tokio um Olympiagold. Der Karate-Welt- und Europameister, der als kleiner Junge von Bruce Lee und Jackie Chan fasziniert war, fliegt ohne Selbstzweifel als Favorit nach Japan.

KAISERSLAUTERN. Zum kleinen Sportstudio des Teykio Teams in Kaiserslautern führt eine rot gestrichene Steintreppe hinauf. Das Dojo, so heißt der Ort, an dem Kampfkünste gelehrt und geübt werden, liegt im ersten Obergeschoss in einem unscheinbaren Hinterhof mitten in der Stadt. Es ist so etwas wie die zweite Heimat des Welt- und Europameisters sowie seines Trainers: Jonathan Horne (32), ein großer, schlanker Athlet und Uwe Schwehm (59), ein ruhiger, besonnener Coach, arbeiten seit 23 Jahren zusammen. „Er ist mir damals nachgelaufen“, sagte Horne vor sich hin grinsend, und Schwehm antwortet: „Ja, ich habe ihn von kleinauf begleitet“. Aber jetzt, am „Tag der Tage“, am 7. August, wird er ihn nicht begleiten können. Aus finanziellen und aus logistischen Gründen und weil eben das Coronavirus grassiert. Schwehm bleibt in Kaiserslautern, Horne kämpft fernab der Heimat um einen ganz besonderen Titel. Olympiasieger will er werden. „Dabei sein ist für mich nicht alles. Wenn ich zu einem Turnier gehe, ist mein Anspruch hingehen und gewinnen. Ich weiß um meine Chance“, sagt er sehr selbstbewusst. Karate ist zum ersten Mal olympisch und wird es so schnell nicht wieder sein. „Das ist sehr besonders. Ein Hammer“. Hornes große Augen strahlen. Und dann noch im Budokan, diesem Tempel der Kampfkunstlehre. Er wäre garantiert ausverkauft. Wäre ... Karate sei sein Leben, sagt Jonathan Horne: „Ich liebe es und lebe es. Dementsprechend verhalte ich mich. Der Weg ist entscheidend. Wie du ihn bestreitest.“ Respekt, Disziplin, Wertschätzung, Gleichberechtigung – Werte des Karate, die Horne auf seinem Weg umzusetzen versucht. „Ich kann auch nur das bekommen, was ich zeige“, hat er in all den Jahren gelernt. Uwe Schwehm springt ihm zur Seite. „Ich sage unseren Sportlern immer: Was ihr im Spiegel seht, ist das, was ihr zeigt.“ Werte von kleinauf lernen und vermitteln, das steckt in diesem waffenlosen Kampfsport, der Selbstbeherrschung und höchste Konzentration fordert. Verletzungen des Gegners sind ausgeschlossen. Leider kommen in dieser so anstrengenden Pandemiezeit von den 85 Kindern, die den Weltmeister als Vorbild haben, nicht mehr alle ins Training. Ob „Jonny“ ihn in Tokio vermissen wird? „Jein“, sagt Uwe Schwehm. „Ich brauche nur einen kurzen Punkt anzusprechen, dann hört er nur meine Stimme“, beschreibt der Trainer das Vertrauensverhältnis zwischen beiden in einem Wettkampf. Nun lässt er sich gezwungenermaßen von Bundestrainer Thomas Nitschmann vertreten, „das passt schon alles“, sagt Schwehm mit Wehmut in der Stimme. Vier Mal die Woche geben die beiden im Hinterhof-Dojo gemeinsam alles für den Erfolg. Sein Krafttraining und die Physio bei Alexandra Welte erledigt Horne am Heinrich-Heine-Gymnasium. „Körperlich fit sein, so dass ich punktgenau sagen kann: Heute kann ich die bestmögliche Leistung abrufen“, dafür arbeitet er mit Schwehm, der auch Trainingspartner ist. „Ich hätte schon gerne mal einen, mit dem ich mich ordentlich boxen könnte“, sagt Jonny lächelnd. Zehn Prozent werden Tagesform an diesem „Tag der Tage“ sein, denkt er. Im Budokan werden sich in zwei Pools je fünf Athleten auf den Weg zur Goldmedaille machen. Vier Vorrundenkämpfe, die Halbfinals über Kreuz, dann der sechste Kampf, das Finale. „Derjenige, der am meisten will, der sich am besten auf seinen Gegner einstellen kann und mit dem System klarkommt, der macht das Ding“. Vor einiger Zeit hatten Jonny und seine Frau Anna geplant, dass ihr erstes Kind nach dem Medaillengewinn geboren wird. Erst kam die Olympiaabsage und dann Maliya. Sie ist jetzt neun Monate. „Wunderschön ist das, nur ab und zu anstrengend“, sagt Horne und klopft auf Holz, „aber die letzten Nächte schlief sie durch“. Vielleicht ahnt Maliya ja, dass ihr Papa in genau 54 Tagen seine ganze Konzentration braucht. Für Gold. Was sonst?

Hingehen und gewinnen

Jonathan Horne holt sich den 8. EM-Titel

Durch Einzug in das EM - Finale hatte sich Jonathan Horne bereits das Olympiaticket gesichert. Der Karate -Weltmeister hat dann noch seinen EM-Titel in der Gewichtsklasse über 84 Kilogramm erfolgreich verteidigt. Der 32-jährige Horne setzte sich bei den Europameisterschaften in Porec in einer Neuauflage des 2019er-Finales gegen seinen serbischen Freund Slobodan Bitevic 2:0 durch.

Die Dokumentation "5 Ringe im Visier" zeigte Einblicke in seine Trainingseinheiten zur Olympiavorbereitung. 

Unter diesem Link geht es zur Videodokumentation 

https://youtu.be/x_mI5PvFN-g

Jonny Horne

Europameister Jonathan Horne beim Training im HHG - Athletikraum 

Jonathan Horne holt das Olympia -Ticket

Unser ehemaliger Schüler Jonathan Horne hat sich endgültig für die Olympischen Spiele qualifiziert!

Sehr gute Chancen auf eine Olympiateilnahme haben ebenfalls  die ehemaligen HHG - Radsportler*innen  Lisa Klein, Pauline Grabosch, Emma Hinze, Domenic Weinstein und Timo Bichler.  

Horne Teilnahme

Horne und Garbowski mit Turniererfolgen

Horne holt Bronze 

"Jonny hat halt einen Kampf verloren, und da Ady Gyurik aus der Slowakei und Tibor Hidasi aus Ungarn das nicht getan haben, wird man eben Dritter. Gleichwohl darf Horne auch mal einen Kampf verlieren. So lange er nach wie vor auf dem Podest steht, ist das auch kein Problem", kommentierte der Kumite-Bundestrainer Thomas Nitschmann das Geschehen bei den Schwergewichten.

In Wels ging es für Horne und seine Mannschaftskolleginnen und -kollegen beim Kräftemessen mit europäischen Spitzenathleten vor allem um Kampfpraxis nach lange fehlender Wettkampfpraxis. Der Bundestrainer nutzte das Turnier, um die Gegnerschaft etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, um seine Athletinnen und Athleten für die kommenden Veranstaltungen noch besser einstellen zu können. Das Nationalteam um Jonathan Horne belegte in Wels Platz eins der Nationenwertung.

Grabowski belegt erfolgreich beim Grand-Slam Turnier 
TEL AVIV. Judoka Jasmin Grabowski vom JC Zweibrücken hat am Wochenende beim Grand-Slam-Turnier in Tel Aviv/Israel den fünften Platz belegt. In der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm verlor Grabowski das kleine Finale gegen die Weißrussin Maryna Slutskaya. Ihr Zweibrücker Heimtrainer Stephan Hahn war mit der Leistung aber nicht unzufrieden. Vor allem, weil die Trainingsbedingungen in Deutschland derzeit nicht optimal seien. "Jasmin fehlen in Deutschland einfach Kämpferinnen in ihrer Gewichtsklasse - und Training gegen internationale Gegner auswärts oder zu Hause ist ja wegen Corona derzeit nicht möglich", erklärt Hahn.
Die 29-jährige Sportsoldatin, die in Köln lebt und trainiert, sei zudem in der Olympia-Rangliste weit vorn. "Sie ist, glaube ich, durch mit der Qualifikation", sagt Hahn mit Blick auf die verschobenen, diesmal ab dem 23. Juli geplanten Spiele in Tokio. Insofern seien Turniere wie das jetzt in Tel Aviv vor allem gewinnbringend, "weil der Körper unter Reise-, Corona- und Wettkampfbedingungen ausbelastet wird". "Und das ist ein guter Test für Olympia, wenn es denn stattfindet", sagt er.
Grabowski ging in Tel Aviv in vier Kämpfen fast jedes Mal über die volle Distanz von vier Minuten. In Runde eins siegte sie dabei gegen die Türkin Kubranur Esir, in Runde zwei unterlag sie der aus Brasilien stammenden EM-Dritten, der Portugiesin Rochele Nunes. In der Trostrunde setzte sich Grabowski dann gegen die Israelin Raz Hershko durch, bevor sie sich im Kampf um Platz drei der zweimaligen Europameisterin Maryna Slutskaya geschlagen geben musste.
Wie der weitere Zeitplan für Jasmin Grabowski aussieht, weiß Hahn indes noch nicht. "Wir konnten noch nicht miteinander sprechen, werden uns aber diese Woche noch abstimmen", verdeutlicht er. Sicher ist: Grabowski steht wieder im Bundesliga-Kader des JSV Speyer, ihrer Heimatstadt. Dessen Saisonstart ist für Mitte April angedacht. Ob dieser Termin aber zu halten ist, steht corona-bedingt in den Sternen. |sai