Vielversprechendes Zusammenspiel zwischen HHG und 1. FFC Kaiserslautern

 

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Die neuen Partner in Sachen Frauenfußball (von links): Markus Berndt (Fußball-Koordinator am HHG), Marcus Muders (Sportlicher Leiter des 1. FFC Kaiserslautern), Viola Imeraj (Fußballerin des 1. FFC KL), Lilly Muders (Fußballerin des 1. FFC KL), Sven Bauer (Vorsitzender des 1 FFC KL), Sonja Seitz ( Fußballerin des 1. FFC KL), Ulrich Becker (Schulleiter des HHG) und Jan Christmann ( Leiter des HHG-Sportzweiges). (Foto: PKN)

 

Auch wenn der Ball zurzeit nicht rollt, so ist doch am Montag eine wichtige Entscheidung in Sachen Frauen- und Mädchenfußball in Kaiserslautern gefallen. Spielen doch zukünftig das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) und der 1. FFC Kaiserslautern zusammen. Die renommierte Eliteschule des Sports und der 1. FFC haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Wir sind glücklich, dass wir das HHG als Partner gewonnen haben“, stellte Marcus Muders nach der Vertragsunterzeichnung fest. Der Sportliche Leiter des 1. FFC betonte zudem noch, wie gut die Gespräche zwischen Schule und Klub verlaufen seien, und sieht in der vereinbarten Zusammenarbeit auch ein Zeichen für die gute Entwicklung, die der noch junge 1. FFC Kaiserslautern seit seiner Gründung im Jahr 2017 genommen hat. Muders gehörte damals zu den Gründungsmitgliedern des Klubs, der sich ganz dem Frauen- und Mädchenfußball verschrieben hat.

Begleitet wurde Muders am Montag vom Vorsitzenden des 1. FFC, Sven Bauer, der mit seiner Unterschrift den Vertrag besiegelte und danach hervorhob, wie gut Kaiserslautern in puncto Sport durch das HHG aufgestellt sei. „Darum beneiden uns andere Städte“, sagte der 35-Jährige, der nicht nur von Beginn an an der Spitze des Klubs steht, sondern auch als
Trainer arbeitet.

 

Nachholbedarf

Aber nicht nur die Klubvertreter brachten ihre Wertschätzung für das HHG zum Ausdruck, auch aufseiten der Sporteliteschule zeigte man sich erfreut darüber, in Zukunft mit dem 1. FFC zusammenarbeiten zu können. „Im Frauenfußball gibt es Nachholbedarf“, sagte der Schulleiter des HHG, Ulrich Becker, und deshalb sei es eine gute Sache, dass die Schule nun mithelfen könne, auch da die Dinge voranzubringen.

Bei der Vertragsunterzeichnung in der Aula waren neben dem Schulleiter auch noch Jan Christmann, der Leiter des HHG-Sportzweiges, und der Fußball-Koordinator der Schule, Markus Berndt, zugegen. Letzterer erläuterte das Konzept der Zusammenarbeit. So werde das HHG die „Basisausbildung“ übernehmen und damit das Vereinstraining ergänzen. Was den Fußball betrifft, verfügt das HHG über große Erfahrung. Gehört dieser doch seit 2002 neben Badminton, Judo, Radsport und Tennis zu den innerhalb der Eliteschule geförderten Sportarten. Kooperationspartner des HHG ist hier der 1. FC Kaiserslautern.

 

Kein Zufall

Damit befindet sich der 1. FFC mit seiner Nachwuchsförderung in guter Gesellschaft. Dass der Klub sich gerade jetzt um eine Kooperation mit dem HHG bemühte, war keine zufällige Sache, sondern eine notwendige. Der 1. FFC bekam nämlich einen Brief vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), in dem er aufgefordert wurde, mit einer Schule zusammenzuarbeiten. Der DFB sah sich dazu veranlasst, da das B-Juniorinnenteam des 1. FFC in der Regionalliga Bereich Mitte zu den Aufstiegskandidaten zählt. Sollte in Sachen Pandemie eine Entspannung eintreten und die unterbrochene Runde fortgesetzt werden, dann können sich die nach vier Spielen auf dem dritten Tabellenplatz stehenden B-Juniorinnen des 1. FFC gute Chancen ausrechnen, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Welch gute Jugendarbeit bei dem Lauterer Klub geleistet wird, zeigen auch seine beiden anderen Nachwuchsteams, die C- und D-Juniorinnen, die in den jeweiligen Landesligen zu den Spitzenmannschaften gehören. Ein heißer Aufstiegsanwärter ist auch die erste der beiden Frauenmannschaften, die in
der Landesliga West ungeschlagen an der Spitze steht.

 

HHG-Schülerinnen beim FFC

„Es wäre schon toll, wenn wir den Aufstieg in die Bundesliga schaffen würden“, sagte die im B-Juniorinnen-Team spielende Lilly Muders, die am Montag zusammen mit Sonja Seitz und Viola Imeraj bei der Vertragsunterzeichnung mit von der Partie war. Die drei jungen Fußballerinnen verkörpern eigentlich schon die Zusammenarbeit zwischen Schule und Klub. Spielen sie doch beim 1. FFC und sind Schülerinnen des HHG.

 

Zeitungsartikel aus der Rheinpfalz vom 04.03.2021
Mit freundlicher Genehmigung von Peter Knick.