Projekttage in der „Ewigen Stadt“

prom171„Ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen […]“. Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe lobte die Hauptstadt Italiens im Jahre 1829 in diesem Maße. Auch heute kann Rom, das der Legende nach im Jahre 753 v. Chr. aus dem Ei geschlüpft sein soll, mit seinem besonderen Lebensgefühl, den zahlreichen antiken Schätzen sowie architektonisch wertvollen Bauten aufwarten, die es im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts für 14 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 in Begleitung von Frau Moseler und Herrn Schönenberger zu erkunden galt.

 

Am 25.06.2017 war es endlich so weit. Nach einem ruhigen Flug nach Ciampino erreichten wir unser Quartier in der Nähe des Vatikans und ließen den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.

prom172Der erste Vormittag in Rom stand im Zeichen des Christentums, wobei zu Beginn zwei beeindruckende Patriarchalkirchen – Santa Maria Maggiore und San Giovanni in Laterano –, San Pietro in Vincoli und die Heilige Treppe besichtigt wurden. Um die besondere Atmosphäre Roms am Abend zu erleben, stand ein Spaziergang durch den Park der Villa Borghese über die Spanische Treppe an. Den Höhepunkt bildete der Besuch des romantischen Trevibrunnens, der in dem Kultfilm „La Dolce Vita“ Bekanntheit erlangte. Da mittlerweile jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer deutlich geworden war, dass Rom in vier Tagen nicht ergründet werden kann, wurde dem alten Brauch, sich die Rückkehr in die Ewige Stadt mit einem Münzwurf über die Schulter zu sichern, Genüge getan.

 

 Der Vatikan war das Ziel des zweiten Vormittags. Besonders beeindruckend gestaltete sich der Besuch des Petersdoms mit dem 551 Stufen umfassenden Aufstieg zu dessen Kuppel und dem herrlichen Ausblick über den Vatikan und Rom. Im Anschluss fuhren wir zum Ausgrabungsgelände der antiken Stadt Ostia, welche eine der eindrucksvollsten Grabungsstätten Italiens ist. Zum Ausklang dieses langen Tages besuchten wir den Strand von Ostia, wo man bei über 30° C die Seele baumeln lassen konnte.

 

Antiqua Roma – auch der folgende Tag stand, nach einem Besuch der Piazza Navona, unter diesem Motto, schließlich standen antike Kult(ur)stätten wie das Pantheon, der Circus Maximus, das Kolosseum und das Forum Romanum im Fokus der Besichtigungstour. Auch die in der Gründungssage der Stadt verhaftete Wölfin, die Romulus und Remus säugte, fand sich auf dem Capitol in Miniatur wieder. Um das besondere Lebensgefühl Roms am Abend wieder einfangen zu können, stand abschließend die Überquerung des Tibers an, um durch die engen Gassen des Viertels Trastevere mit seinen zahlreichen kulinarischen Verlockungen zu schlendern und den letzten Abend unserer Reise gemeinsam bei einem guten Essen verbringen zu können.

 

Ein besonderes Highlight ergab sich am letzten Vormittag der Reise in der vierten Patriarchalbasilika San Pietro fuori le Mura. Hier fand zeitgleich ein Gottesdienst statt, der in dieser beeindruckenden Kirche von einem Chor und Orgelmusik begleitet wurde. Daneben besuchten wir die Piramide di Caio Cestio und in deren Schatten auch den Cimitero Acattolico, wo Goethes Sohn in der vom Vater geliebten Stadt 1830 seine letzte Ruhe fand.

 

 

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Die Projektgruppe „Rom“