Kompetenzförderung und Freude: Theater-Additum mit Frau Bähr

Hannelore Bähr ist seit dem Schuljahr 2006/07, also drei Jahre nach Beginn der Schule für Hochbegabtenförderung/Internationale Schule (hbf/is) mit von der Partie, zunächst als Leiterin des so genannten Theater-Additums für unsere jüngeren Schützlinge (die mittlerweile von Frau Claudia Rieger betreut werden). Daraus entwickelte sich mit der Erweiterung der hbf/is bis in die Oberstufe das intern als ‘Theater III’ bezeichnete Angebot für unsere älteren Schülerinnen und Schüler. Immer im Rahmen des Enrichments, einem der Grundpfeiler der Begabtenförderung, ist Frau Bähr selbst eine ausgesprochene Bereicherung für unsere Schule.

HBähr 2

Zum HHG kam die seit 1998 am Pfalztheater fest engagierte Schauspielerin über eine Teilnehmerin ihres VHS-Kurses, die Lehrerin am Heinrich-Heine-Gymnasium war und sich erkundigte, ob sich Frau Bähr vorstellen könne, regelmäßig mit Schülerinnen und Schülern zu arbeiten. Was sie motiviert, eine Schul-Theatergruppe zu leiten, beschreibt Frau Bähr folgendermaßen: “Ich arbeite gerne mit Jugendlichen, sie sind eine eigentümlich interessante Mischung aus wild und konservativ. Es macht mir Spaß, die Erlaubnis zur Gestaltung in unkonventioneller Weise zu geben, und gleichzeitig ist ja Disziplin die Grundvoraussetzung für das Ermöglichen einer Aufführung. Diese Reibung ist sehr besonders.” Außerdem sei Theaterspielen eine hervorragende Fördermöglichkeit für soziale Kompetenzen, Selbstvertrauen sowie Sprach- und Körperentwicklung, Bewusstwerdung und vor allem Freude. Gerade diese zeigte sich in den vergangenen Jahren bei allen Aufführungen, die traditionell als ein Highlight am Ende eines HHG-Jahres stattfinden.

Als es corona-bedingt keine Veranstaltungen geben durfte, profitierten wir in besonderem Maße von Hannelore Bährs ausgeprägter Vielseitigkeit und Kreativität, die sich sonst außerhalb von Festengagement und Schule auch in zahlreichen literarischen Programmen und Solostücken zeigen. Während des ersten Lockdowns wurde aus angeleiteten Schülerbeiträgen zum Thema “1,5 Meter” ein kurzer dokumentarischer Essay über Sinn und Unsinn verordneter Verhaltensregeln wie Mindestabstand und die durch diesen veränderte Welt der Jugendlichen. Beim zweiten Lockdown verlegte Frau Bähr Szenen aus Shakespeares Sommernachtstraum kurzerhand in den realen Wald um das HHG herum und filmte diese mit einzelnen Schülern oder in Kleinstgruppen. Auch auf unserem Schulhof wurde gedreht, zum Teil mit professioneller Unterstützung. Als Künstler-Kollege oder -Kollegin an einem Mittwoch zu Besuch bei Frau Bähr sein, heißt nämlich unter Umständen, dass man beim Additum mithelfen muss und z. B. als singende Wand eingesetzt und gefilmt wird:

 

TheaterIII
Frau Bähr beim Filmen mit Karim Kessler (ehem. 13h), Anthony Lindt (12h) und Senta Aue (Deutsche Oper Berlin)

 

Der Schnitt des Video-Projekts befindet sich nun in Arbeit, aber für alle Interessierten wurde folgender Teaser zusammengestellt, der Engagement und Spielfreude bereits erkennen lässt:


Vielen Dank, liebe Frau Bähr, für all das, was Sie unseren Schülerinnen und Schülern und der Schule für Hochbegabtenförderung widmen: Ihr Engagement, Ihr Können und Ihre Zeit - mit vielen, vielen zusätzlichen Stunden. Wir wissen es sehr zu schätzen!