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Sport mit direktem Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen zulässig

Sport mit direktem Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen zulässig

Vierte Stufe der „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ tritt am 24. Juni in Kraft

Die Landesregierung hat eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung (10. COBeLVO) erlassen, mit der ab Mittwoch, 24. Juni, weitere vorsichtige Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Rahmen des Stufenplans „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ gelten. Unter anderem ist die sportliche Betätigung mit direktem Körperkontakt wieder zulässig. Damit kann ein Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen Sportarten wieder aufgenommen werden – wenn die Zahl von zehn Personen nicht überschritten wird.

„Erlaubt sind damit nun auch wieder Sportarten mit direktem Körperkontakt wie Judo, Ringen, Karate, Beachvolleyball oder auch der Tanzsport“, erläutert Christof Palm, kommissarischer Hauptgeschäftsführer des LSB. „Mit Blick auf die Mannschaftssportarten in der Halle ist etwa im Basketball nicht nur Training, sondern auch wieder Wettkampf zweier Mannschaften – ein Team besteht aus fünf Spieler*innen – möglich. Im Handball, Volleyball oder Hockey in der Halle ist das körperintensive Training mit bis zu zehn Personen möglich.“ Spiele bzw. Wettkämpfe dagegen sind – aufgrund der Tatsache, dass pro Team mehr als fünf Sportler*innen auf dem Feld stehen – weiter nicht möglich. Auch die Fußballer dürfen wieder zurückkehren zu klassischen Trainingsformen wie „Zweikämpfe üben“ oder Spielsituationen trainieren wie „drei gegen drei“ oder auch „fünf gegen fünf“.

Bei Gruppen von mehr als zehn Personen gelten weiter die bekannten Schutzmaßnahmen. So muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Sofern wegen der Art der sportlichen Betätigung – insbesondere in geschlossenen Räumen – mit einem verstärkten Aerosolausstoß zu rechnen ist, ist der Mindestabstand zwischen Personen zu verdoppeln. Zudem gelten bei der sportlichen Betätigung in geschlossenen Räumen sowie der Nutzung von Schwimm- und Hallenbädern bei mehr als zehn anwesenden Personen weiterhin die Personenbegrenzung (1 Person je 10 qm) sowie die Pflicht zur Kontakterfassung.

Zudem liefert 10. CoBeLVO den gesetzlichen Rahmen für die Öffnung der Sportanlagen für Zuschauer. Unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen dürfen Personen im Rahmen der Regelungen zu Veranstaltungen dem Sportbetrieb beiwohnen. Für Veranstaltungen im Freien gilt unter der Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen eine Zulassung von bis zu 350 Personen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 150 Personen unter Beachtung der Schutzmaßnahmen zulässig. Für alle Veranstaltungen gilt insbesondere das Abstandsgebot und die Pflicht zur Kontakterfassung – in geschlossenen Räumen zudem die Maskenpflicht. Sofern die Teilnehmer*innen keine zugewiesenen Plätze haben, gilt auch die Personenbegrenzung (1 Person je 10 qm). Des Weiteren bleibt die Entscheidung über die Öffnung der Sportstätte dem jeweiligen Träger überlassen.

Laut Christof Palm begrüßt der LSB die neue Verordnung grundsätzlich, „denn abgesehen von einigen ´Superspreading-Events`– zum Glück bislang außerhalb von RLP – scheint es so, als hätten wir aktuell das Schlimmste hinter uns“. Nach vielen Wochen der verordneten Bewegungslosigkeit und des stark eingeschränkten Trainings- und Wettkampfbetriebes sei die neue Verordnung ein weiterer und vor allem wichtiger Schritt hin zur „neuen Normalität, schließlich trägt der Sport wie kaum ein anderer Bereich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur Erhaltung von Gesundheit und Mobilität und damit zur Lebensqualität bei“.

Abgesehen von eventuell möglichen weiteren Lockerungen in der kommenden Landesverordnung appelliert der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz (LSB und die drei Sportbünde) an alle Kommunen, die Träger von Sporthallen und Sportplätzen sind, diese für den Sportbetrieb umgehend flächendecken zu öffnen und nicht wieder mit Beginn der Sommerferien zu schließen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Vereine teilweise immer noch vor verschlossenen Türen stehen. Der Sport hat seinen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus geleistet, Hygienekonzepte erarbeitet und Regeln für die Aufnahme des Trainingsbetriebes erstellt. Nun seien die Kommunen am Zuge, die Vorgaben der Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auch in die Tat umzusetzen und den Sportler*innen wieder Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Entsprechende Hinweise von Vereinen an die Sportbünde im Land zeigen, dass dies vielerorts noch nicht geschehen sei.

 

Weitere Infos unter www.lsb-rlp.de.

 

Hubig: Regelbetrieb an rheinland-pfälzischen Schulen startet nach den Sommerferien […]

Presseerklärung von Frau Ministerin Dr. Hubig vom 10.6.2020:

Hubig: Regelbetrieb an rheinland-pfälzischen Schulen startet nach den Sommerferien […]

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig erklärt:

Seit drei Tagen sind alle Kinder sowie unsere Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz wieder phasen- oder tageweise zurück in ihren Kitas und Schulen. Unsere Expertinnen und Experten aus den Bereichen Pädiatrie, Virologie, Psychologie, Erziehungswissenschaften und Psychologie sind sich einig, dass der Verzicht auf Abstandsregeln perspektivisch möglich ist.

Allerdings, so die Expertinnen und Experten, müssen dafür weiterhin begleitende Maßnahmen mit Blick auf den Gesundheits- und Infektionsschutzes getroffen werden. Dazu gehören unter anderem möglichst feste Gruppenkonstellationen in Schulen, Nachverfolgbarkeit, regelmäßiges Lüften sowie weitere Hygienemaßnahmen. Das bereiten wir derzeit für Kitas und Schulen vor.

Angesichts dieser Erkenntnisse streben wir für unsere Schulen den Regelbetrieb zum Start des Schuljahrs 2020/2021 an. Dabei ist es unser Anspruch, diesen Schritt gemeinsam mit allen Beteiligten zu gehen und zu verantworten. Schule ist eine Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Schulfamilie. Dazu gehören die Schulen und ihre Träger, die für die Gebäude und Schülerbeförderung zuständig sind, die Hauptpersonalräte sowie die Verbände und Gewerkschaften, der Landeselternbeirat, die Landesschüler*innenvertretung, und das Land. Gemeinsam werden wir dafür Sorge tragen, dass der Regelbetrieb nach den Sommerferien gut vorbereitet ist, so dass unsere Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und unsere Lehrkräfte sowie das gesamte pädagogische und nicht-pädagogische Personal sicher wieder in den Alltag starten können.

Zur Planung des neuen Schuljahrs haben unsere Schulen im Land bereits umfassende Informationen erhalten. Bis zur vorletzten Schulwoche werden sie weitere schulartspezifische Leitlinien, klare Vorgaben für den Präsenz- wie Fernunterricht in Corona-Zeiten sowie ein überarbeitetes Hygienekonzept für die Organisation des Schuljahrs 2020/2021 erhalten. Darüber hinaus erhalten die Eltern sowie Schülerinnen und Schüler detaillierte Informationen zum Infektions- und Gesundheitsschutz im „neuen“ Schulalltag. […]

Ich weiß, dass sich viele Familien eine schnellere Rückkehr zur Normalität wünschen. Die letzten Wochen waren für sie sehr anstrengend und deshalb ist es gut, dass wir ihnen jetzt eine klare Perspektive bieten. Wir leben allerdings noch immer in einer Pandemie und sind nicht vor weiterem Infektionsgeschehen gefeit. Das zeigt sich jetzt an einigen Schulen und zwei Kitas, an denen es Corona-Infektionen gab. Wir haben deshalb noch einschränkende Maßnahmen, diese geben uns aber auch die Sicherheit, die wir brauchen, um den Regelbetrieb zu ermöglichen. Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir daran. Denn: Ein geregelter Kita- und Schulalltag in Zeiten von Corona kann nur funktionieren, wenn wir alles gründlich vorbereiten und für alle Situationen gerüstet sind – von der Frage der Beförderung über die Frage des Mittagessens bis hin zur Planung und Organisation des Kita- bzw. Schultags. Ich verspreche Ihnen allen: Wir tun alle alles dafür, dass es nach den Sommerferien bzw. nach den Sommerschließzeiten losgeht, mit allen und für alle!“

(Quelle: https://bm.rlp.de/de/service/pressemitteilungen/detail/news/News/detail/hubig-regelbetrieb-an-rheinland-pfaelzischen-schulen-startet-nach-den-sommerferien-weitere-oeffnung/; heruntergeladen am 16.6.2020)

Sommerschule RLP

Bildungsministerium und Kommunen starten die Initiative „Sommerschule RLP“. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 8 in einem intensiven Nachhilfeunterricht in den letzten beiden Wochen der Sommerferien in den Grundkompetenzen in Deutsch und Mathematik zu fördern. Jeder Kurs soll 3 Stunden täglich umfassen, voraussichtlich am Vormittag, über den Zeitraum von Montag bis Freitag. Bei entsprechenden Kapazitäten ist ggf. auch eine Teilnahme an beiden Wochen möglich. Die Kurse sollen flächendeckend und wohnortnah stattfinden und sind kostenlos. Die Kurse werden auf ehrenamtlicher Basis von Personal mit Bezug zu Schule und Lernen geleitet werden.

Weitere Informationen zu diesem Projekt auf der Homepage des Bildungsministeriums unter https://corona.rlp.de/de/themen/schulen-kitas/dokumente-schule/.

Schulbuchausleihe im Schuljahr 2020/2021

Coronabedingt wurde der Schulbesuch unserer Schülerinnen und Schüler zeitweise unterbrochen und erfolgte mit Unterbrechungen im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht.

In manchen Fächern wird es erforderlich sein, zu Beginn des kommenden Schuljahre Unterrichtsinhalte nachzuholen oder nachzuarbeiten. Die hierfür sinnvolle und von vielen Schulen geforderte Verlängerung der Ausleihe der im Rahmen der Schulbuchausleihe ausgegebenen Lernmittel wird es nach Mitteilung des Bildungsministeriums vom 12.6.2020 nicht geben (vgl. beigefügtes Schreiben)

Alle im Rahmen der Schulbuchausleihe ausgeliehenen Bücher sind also wie geplant zurückzugeben. Eine Verlängerung der Ausleihfrist gibt es nicht.

Termine für die Rückgabe der Schulbücher
(A: A-Woche / B: B-Woche):

 

 

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Empfehlungen für Schülerinnen und Schüler:

In Abhängigkeit von der Teilnahme an der Art der Schulbuchausleihe gelten folgende Empfehlungen:

 

(1) Schüler, die selbst erworbene Lernmittel nutzen:

-> Lernmittel über das Schuljahresende behalten und nicht verkaufen.

 

(2) Schüler, die an der Schulbuchausleihe gegen Gebühr teilnehmen:

-> Vorsorglich alle Lernmittel behalten, die nicht im Lernmittelpaket enthalten waren und die selbst gekauft wurden (z. B. ergänzende Lernmittel oder Lernmittel, die über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren genutzt werden).

 

(3) Schüler, die an der Lernmittelfreiheit teilnehmen:

-> Keine Probleme bei mehrjährig verwendeten Lernmitteln, da sie erst am Ende ihrer Nutzungsdauer zurückgegeben werden und bei den Arbeitsheften. Diese werden bei ihrer Ausgabe an die an der Lernmittelfreiheit teilnehmenden Schülerinnen und Schülern übereignet und müssen daher nicht zurückgegeben werden.

 

 

pdf Ergänzende Informationen zur Rücknahme von Lernmittelexemplarenrgänzende Informationen zur Rücknahme von Lernmittelexemplaren

Rücknahme der Schulbücher im Schuljahr 2019/2020

Liebe  Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,

zum Schuljahresende steht die Rückgabe der ausgeliehenen Schulbücher an.

 

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Umschläge sind bereits im Vorfeld zuhause zu entfernen.
  • Alle ausgeliehenen Schulbücher müssen am Tag der Rückgabe vorgelegt werden.
  • Nur vollständige Buchsätze werden zurückgenommen. Eine Teilrücknahme ist ausgeschlossen!
  • Schäden, die eine Rücknahme ausschließen und zu Schadenersatzforderungen führen:
  • Unterstreichungen/Beschriftungen
  • Wasserschäden
  • beschädigte Buchdeckel, Buchrücken, stark abgestoßene Kanten
  • eingerissene oder ausgerissene Seiten
  • starke Verschmutzungen, Essensrückstände
  • Schäden, die eine Rücknahme ausschließen und zu Schadenersatzforderungen führen:

 

Die Rücknahme der Schulbücher erfolgt nach folgendem Plan:

gez. J. Schönenberger | D. Weber

 

 

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Radsport: Wichtiger Test für das Bahnteam

Testen unter Wettkampfbedingungen in neuen Trikots  - Unter diesem Link geht es zum SWR Fernsehbericht der Wettkampfsimulation in Dudenhofen

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/bahn-team-absolviert-wichtigen-test-100.html

Pressebericht des Wochenblattes: 

https://www.wochenblatt-reporter.de/ludwigshafen/c-sport/das-bahn-team-rheinland-pfalz-absolviert-test-in-dudenhofen_a201892

Dudenhofen 2020 Test

Olympiasiegerin als Sportliche Leiterin

Radsport: Eigentlich hätte an Pfingstmontag beim traditionellen Rennen in Dudenhofen das Bahn-Team Rheinland-Pfalz präsentiert werden sollen. Aus dem Rennen wurde nichts – vorgestellt wurde das Team am Dienstag. Das war verbunden mit einem Testwettkampf. Mit dabei war auch ein bekanntes Gesicht: Miriam Welte. Die Olympiasiegerin hat eine neue Rolle.

Dudenhofen. Die Laune bei Frank Ziegler ist nach zwei Stunden Training mindestens genauso gut wie das Wetter: „Man sieht, dass sie in der Pause alle gut gearbeitet haben“, sagt der Trainer. Mit der Rundenzeit von Timo Bichler (17,9 Sekunden) ist Ziegler beispielsweise sehr zufrieden. Zumal der 21-Jährige vom RV Dudenhofen vergangene Woche nicht an einem Lehrgang der Nationalmannschaft in Cottbus teilnehmen konnte. Er bereitet sich auf seine Einstellungsprüfung bei der Polizei vor, würde gerne am 1. September bei der Sportfördergruppe starten. Auch Bichler konnte mit seiner Zeit bei dem internen Wettkampf zufrieden sein: „Es ist gut gelaufen. Man merkt, dass ich zuletzt etwas anders trainiert habe.“ Der 21-Jährige hatte die Corona-Zwangspause genutzt, um in der bayerischen Heimat in Simbach am Inn zu trainieren, zudem Zeit mit seiner Familie zu verbringen. „Ich habe mich auch als Hobbygärtner versucht“, erzählt Bichler schmunzelnd. Trainiert hat er auf der Straße, auf der Rolle, es gab Krafteinheiten. Teilweise waren seine Eltern dabei – mit dem E-Bike. Der Sportler hat es genossen. Und lebt nun, nachdem die Spiele verschoben sind, auch wieder seinen Traum von Olympia. Bei der Weltmeisterschaft im Frühjahr in Berlin war er nicht für den Männer-Teamsprint nominiert. „Die Hoffnung ist wieder voll da“, sagt der Bayer. Auch Hermann Mühlfriedel, der Leiter des Bahn-Teams Rheinland-Pfalz, hat diese Hoffnung. Dieses Team vor rund zwei Jahren ins Leben zu rufen, war für den Queidersbacher die absolut richtige Entscheidung – natürlich auch wegen der sportlichen Erfolge: „Das ist gut für den Bahnradsport in Rheinland-Pfalz. Nur mit einem solchen Team können wir die namhaften Leute hier halten beziehungsweise hierherholen.“ Dankbar ist er, dass die Unterstützung der Sponsoren weiterhin vorhanden ist, sogar weitere hinzugekommen sind. Apropos hinzugekommen: Mit Torben Osterheld, Jahrgang 2004, vom RV Offenbach ist nun eine weitere Nachwuchshoffnung Teil der Gruppe, zu der neben Bichler auch Alessa-Catriona Pröpster (RSC Ludwigshafen), Katharina Albers, Sophie Deringer (beide RV Dudenhofen), Henric Hackmann (RV Rodenbach) und Luca Spiegel (RV Offenbach) gehören. Zudem ist der 17-jährige Yvo Schlamp Trainingsgast. Auch er gehört dem von Albert Diemer so rührig geführten RV Rodenbach an, kam über das Boxen zum Radsport. Radfahren gehörte schon da zum Grundlagentraining. Schlamp war 2017 sogar Deutscher Meister der Junioren. Doch die Schulter machte ihm zu schaffen, ein knöcherner Sehnenausriss. Mittlerweile ist er Schüler des Kaiserslauterer Heinrich-Heine-Gymnasiums und hat das große Ziel, ein fester Teil des Teams zu werden. Die Chance ist da, sagt Ziegler, der Sportliche Leiter. Voraussetzung ist es, die Landeskadernorm zu erfüllen. Dann ist da ein altbekanntes Gesicht: Olympiasiegerin Miriam Welte. Sie hat nun zusammen mit ihrem Stiefvater die sportliche Leitung. Für die 33-Jährige eine Herzensangelegenheit. Welte kümmert sich um viele Dinge im Hintergrund, um die Akquise der Sponsoren, um die neuen, schicken grünen Trikots. Zumindest bei Wettkämpfen in der näheren Umgebung will sie dabei sein, will ihre Erfahrung einbringen. Ob sie nach ihrem Karriereende die Bahn vermisst? „Die Lust, aufs Rad zu steigen, ist auf jeden Fall da. Ich weiß aber auch, welche Schmerzen das auf der Bahn sind. Was ich vermisse, ist das Zusammensein mit dem Team. Die Mädels und die Jungs fehlen mir.“ Deswegen will sie auch mal wieder beim Training im Kraftraum vorbeischauen. „Miriam hat die C-Trainerausbildung, will reinschnuppern. Sie hatte sich schon in ihrer aktiven Zeit viel eingebracht“, berichtet Ziegler. Welte bedient an diesem Tag auch schon mal die Startmaschine. Dank einer neuen Zeitmessung auf der Anlage in Dudenhofen gelangen die Daten direkt wenige Meter weiter auf das Laptop von Thiemo Pelzer, der Trainingswissenschaftler am Olympiastützpunkt ist. „Ich kann so mehr beobachten, muss mich nicht auf das Stoppen konzentrieren. Gerade beim Gruppentraining ist das von Vorteil“, sagt Ziegler. Gruppentraining ist coronabedingt derzeit noch nicht möglich. Wie überhaupt Unklarheit herrscht. Wann es wieder Wettkämpfe geben wird, weiß niemand. Keine einfache Situation. „Gerade da ist auch ein Team von Vorteil“, weiß Mühlfriedel. Die Sportler können sich gegenseitig motivieren. Und dass sie auch in der Corona-Pause gearbeitet haben, ist auf der Bahn in Dudenhofen nicht zu übersehen.