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Radsport: Pascal Ackermann kommt zum Krafttraining ans HHG

Pascal Ackermann Krafttraining HHG

Beim Krafttraining wird Ackermann schwach

Ein Radprofi besucht seinen früheren Trainer, holt sich Tipps fürs Krafttraining und freut sich über ein Wiedersehen. Für Pascal Ackermann, der gerade zu Besuch bei seinen Eltern in Minfeld ist, war der Ausflug am Dienstag zu seiner früheren Schule, dem Kaiserslauterer Heinrich-Heine-Gymnasium, ein ganz besonderer, bei dem er einiges lernte und sich plötzlich an ganz viel von früher erinnerte.

„Ach Du scheiße!“, entfährt es Frank Ziegler. „Kommst Du nicht bis ganz runter?“ Pascal Ackermann drückt die Knie wieder durch, bleibt mit der Langhantel auf der Schulter stehen und blickt seinen früheren Trainer an. „Ne, da bin ich noch nie runtergekommen. Athletisch habe ich ja gesagt Flasche, und das ist wahrscheinlich noch zu hoch gegriffen“, gibt der Radfahrer zu und schaut den Radfahrtrainer schuldbewusst an. Ackermann weiß, was passiert ist: Er hat das Krafttraining schleifen lassen, ist einfach zu viel Rad gefahren, ohne Ausgleichstraining zu machen. Jetzt ist die Muskulatur verkürzt. Nachdem sein aktueller Trainer ihm auch geraten hat, in dem Bereich was zu tun, hat Ackermann selbst die Initiative ergriffen. „Ich bin diese Woche bei meinen Eltern in Minfeld auf Heimaturlaub, habe überlegt, wo ich mal einen Krafttest machen könnte, und da ist mir Frank eingefallen“, erzählt er von dem spontanen Telefonat mit seinem ehemaligen Trainer aus Schülerzeiten, Frank Ziegler. Der sagte sofort zu, lud ihn in den Kraftraum seiner alten Schule ein. Und jetzt sitzt der 26-jährige Sprinter, der zuletzt zwei Vuelta-Etappen gewonnen hat, auf dem Ergometer und ist plötzlich in Gedanken in seiner Schulzeit. Klausuren im KraftraumDen neuen Kraftraum gab es da noch nicht. „Hier war immer Geschichte, da haben wir die Klausuren geschrieben“, erinnert er sich an die Zeit, in der er noch auf der Bahn unterwegs war. Ackermann tritt weiter in die Pedale und plaudert mit Physiotherapeutin Alexandra Welte über alte Zeiten und seine neue Wohnung in Lochau bei Bregenz. Er habe versucht, ein paar Trainingsutensilien für zuhause zu bekommen, Gewichte, Hanteln. „Schwer zu kriegen. Alles ausverkauft wegen Corona“, erzählt er ihr. Die neue Wohnung in Österreich gefällt ihm „Traumhaft schön da. Ich bin ja viel unterwegs und brauche dann einen Ort, an dem ich runterkommen kann.“ Die Jungen kommen nachImmer wieder besuche er dann auch seine Familie. „Sind ja nur drei bis vier Stunden Autofahrt“, aber meist bleibe da nur ein Tag Zeit. Dass es jetzt mal ein bisschen länger ist, freut ihn. „Schön, wieder hier zu sein“, entfährt es ihm. Ackermann tritt weiter in die Pedale und bespricht sein Anliegen mit Ziegler, der ihn aus den Anfangsjahren kennt. Er will wieder einen Schritt nach vorne machen, jetzt, wo die Jungen nachkommen, sagt er, und gibt zu, dass er sich in den kurzen Pausen der intensiven Saison nicht zum Krafttraining durchringen konnte. Dass da aber noch Potenzial sei. Die alten TreterZiegler lobt ihn für diese Erkenntnis. „Zweimal 1:20 Stunden in der Woche reicht“, schlägt er vor. Und Hermann Mühlfriedel, der ebenfalls vorbeigekommen ist , um seinen früheren Schüler, der ein ganz Großer geworden ist, wieder zu sehen, gibt ihm noch den Tipp, dass es ab einem Hantelgewicht von 50 Kilo auch sinnvoll sei, über Gewichtheberschuhe nachzudenken. Ackermann blickt nach unten zu seinen ausgelatschten, gelben Tretern. „Die habe ich noch von damals in der Schule“, sagt er und grinst. Ziegler legt weiter Gewichte auf und beobachtet den Radprofi. Langsam werden die Ausführungen sauberer. „So schlecht ist die Technik nicht. Der Rücken ist nicht ganz grade“, meint er. „Du müsstest halt noch weiter runterkommen“, wirft Mühl-friedel ein. Ziegler rät Ackermann, regelmäßige Stretchingübungen einzubauen. „Stretching geht immer und ist eine wichtige Voraussetzung, dass Du wieder runterkommst.“ 320 Kilo70 Kilo lasten jetzt auf Ackermanns Schultern. „Geh’ mal langsamer runter“, rät Alexandra Welte ihm. „Und vielleicht ein kleines bisschen breiter stehen“, wirft Ziegler ein. Der 26-Jährige geht konzentriert nach unten, hebt zweimal 70 Kilo, schafft auch die 80, erhöht bis auf 100. „Geht“, urteilt er und lässt sich von Ziegler noch zur Beinpresse überreden, auch wenn er die „langweilig“ findet. 260 Kilo hebt er da. „Um die 320 würde er schaffen“, meint sein ehemaliger Trainer, der Ackermann auch heute noch gern beim Rennen zusieht und der versteht, dass er auf die Straße gewechselt ist. „Du warst damals schon ein Allrounder. Ich hätte Dich gern als Sprinter auf der Bahn gesehen, aber Deine Entscheidung war richtig“, gibt er zu. „Den Instinkt von der Bahn, ohne Bremsen durchzukommen, den hast Du von Anfang an gehabt. Kuck Dir den Zielsprint bei der Vuelta an. Wie oft Du das auf der Bahn machen musstest ...“, sinniert Ziegler. Der grüne TrollyPlötzlich kommt ihm noch eine Erinnerung von damals, und er muss grinsen: „Pascal ist immer mit einem Koffer zu den Rennen gekommen, da war alles drin. Bei anderen fällt eine Schnalle ab, und dann ist kein Ersatzteil da. Im kleinen, grünen Trolly war alles drin.“ Ackermann versucht sich währenddessen mit der „langweiligen Beinpresse“ anzufreunden, holt sich noch Tipps für ein paar weitere Übungen. Ziegler zeigt ihm Ausschnitte aus der RHEINPFALZ und ein paar Fotos von früher, und Ackermann geht mit einem Lächeln, schönen Erinnerungen und jeder Menge Übungen, die ihm helfen sollen, sein großes Ziel zu verwirklichen: „Ich will in den nächsten Jahren ein paar Etappen bei der Tour de France gewinnen“, sagt er und verabschiedet sich strahlend von seinem früheren Trainer, der ihm vielleicht mal wieder dabei geholfen hat, seinem Traum ein Stück näher zu kommen.

 

UNICEF Gewinnspiel

unice 1Liebe Schüler*innen,

wir sind das UNICEF Junior Team Kaiserslautern und veranstalten im Dezember die Aktion #ActOnClimate an Eurer Schule! Die Aktion befasst sich anlässlich des Tages der Kinderrechte mit dem Thema Klimawandel und Umweltverschmutzung. Konsequenzen wie Dürren, schwere Stürme oder Überschwemmungen gefährden das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen weltweit. Kinderrechte wie beispielsweise das Recht auf Gesundheit und Überleben sind bedroht.

Dagegen möchten wir vorgehen und auch im Kleinen einen Teil zum Klimaschutz beitragen. #ActOnClimate sieht konkret vor, dass Ihr Jutebeutel von UNICEF erhaltet, diese kreativ zum Thema Klimaschutz gestalten sollt und in Zukunft Euren Teil zum Schutz des Klimas mit dem Verzicht auf Plastikbeutel leisten könnt. Wir möchten darüber hinaus ein Gewinnspiel vom 01.12. bis zum 18.12.2020 veranstalten, bei dem ihr Preise gewinnen könnt! Schickt uns einfach per E-Mail oder auf Instagram ein Foto von dem von Euch gestalteten Beutel und nimmt so daran teil!

Sollten wir Euer Interesse geweckt haben, könnt ihr Euch kostenlos im Sekretariat Eurer Schule einen Beutel abholen. Genauere Informationen sowie einen Textilmarker und eine UN-Kinderrechtskonvention findet Ihr in dem Beutel.

Möchtet auch Ihr Euch ehrenamtlich bei Aktionen des UNICEF Junior Teams engagieren und so für Kinderrechte kämpfen? Dann kontaktiert uns gerne über unsere E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über eine Nachricht an unseren Instagram-Account @unicefjuniorteamkaiserslautern.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

 

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ANGEBOT für ELTERN nächstjährige 5h betreffend

 

Freundlicherweise hat sich unser Schulelternsprecher, Herr Burkhart, der selbst Vater eines Kindes in der Schule für Hochbegabtenförderung ist, bereit erklärt, für Sie zu folgenden Zeiten telefonisch erreichbar zu sein:

 

Fr. 27.11.20

15-17 Uhr


Di 01.12.20

9-11 Uhr und 16-18 Uhr

Um Herrn Burkhart zu erreichen, wählen Sie bitte folgende Telefonnummer:

0631 20104-206

Radsport: SWR Landesschau Interview mit Miriam Welte über den HHG - Infofilm

Ein Jahr nach dem Ende ihrer erfolgreichen Sportkarriere wurde Miriam Welte in der SWR- Landesschau interviewt. Schwerpunktthema des Gespräches war ihre Zeit am HHG und ihre Unterstützung bei den Dreharbeiten zum neuen HHG - Infofilm.  Unter diesem Link geht es zum SWR - Beitrag

https://www.ardmediathek.de/swr/video/landesschau-rheinland-pfalz/wie-olympiasiegerin-miriam-welte-ihrer-alten-schule-in-kaiserslautern-hilft/swr-rheinland-pfalz/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzNTQxNTI/

 

Noch immer ist keine Entscheidung über den Sporthallenbau an der Eliteschule gefallen

Sporthalle

Kaiserslautern hat eine heiße Kartoffel

Hintergrund: Noch immer ist keine Entscheidung über den Sporthallenbau an der Eliteschule gefallen

KAISERSLAUTERN. Stillstand ist Rückschritt. Das schwant Schulleitung und Trainern am Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern in Sachen Neubau einer multifunktionalen Sporthalle. Vor genau einem Jahr haben die Netzwerker am Sportzentrum Pfalz mit ihrem Hilferuf auf die Hallenmisere an der Eliteschule des Sports aufmerksam gemacht. Passiert ist seither so gut wie – nichts!Die Notwendigkeit einer neuen Halle ist unbestritten. Die Radsportler, zumindest die sechs Kaderangehörigen, fahren noch immer die 725 Kilometer nach Frankfurt/Oder. „In Köln wird die Radrennbahn renoviert, in Büttgen auch, in Schwerin wird sogar neu gebaut. Wenn wir nicht bald was machen, sind unsere Sportler weg“, sagt Erfolgscoach Frank Ziegler. Und Badmintontrainer Christian Stern erläutert: „Jedes Turnier wird in einer höheren als unserer derzeitigen Halle gespielt. Wir müssen Bewegungen imitieren, das macht koordinativ keinen Sinn mehr.“ Zwei von zig Argumenten für einen Neubau, von dem viele profitieren werden: der normale Schulsport, der Nachwuchsleistungssport, der Hochschulsport und die Sportwissenschaft. Allein am HHG gibt es 850 Schüler im gewöhnlichen Schulsport, darunter 350 Eliteschüler in den Sportarten Radsport, Badminton, Judo, Leichtathletik, Tennis, Handball, Fußball und bald auch Sportklettern. „Die Federführung für das Projekt hat das Bildungsministerium“, heißt es lapidar aus dem Innenministerium, dessen Chef Roger Lewentz am 25. Januar in Kaiserslautern sagte: „Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz hat den konkreten Auftrag bekommen, die Halle zu planen. Es geht voran.“ Diesen konkreten Auftrag kann der LBB nicht bestätigen. „Die LBB-Niederlassung Kaiserslautern hat das Heinrich-Heine-Gymnasium im zweiten Quartal 2020 bei der Planung und Aufstellung des Raumprogramms für die zukünftige Multifunktionssporthalle unterstützt. Im Projektfortgang steht der Landesbetrieb LBB für weitere Planungsleistungen zur Verfügung“, lautet die vorsichtige LBB-Antwort auf eine RHEINPFALZ-Anfrage und verwies an das Bildungsministerium. Und das funkte: „Das Heinrich-Heine-Gymnasium hat als Eliteschule des Sports eine hervorgehobene Bedeutung in der rheinland-pfälzischen Schul- und Sportlandschaft. Ein solches Großprojekt wie der Hallenneubau wird nicht in Wochen oder Monaten aus dem Fels gehauen. Konkreter können die Planungen aber erst werden, wenn das Gesamtkonzept steht. Hierzu stehen alle Beteiligten aber in gutem Austausch.“ Na prima! Einen Austausch gibt es in der Tat. Vor allem auf der Arbeitsebene, wie Sportzweigleiter Jan Christmann bestätigte, der sich vom Landessportbund hervorragend unterstützt sieht. Und der ist „in großer Sorge um die Zukunft des Standortes Kaiserslautern“. Christmann: „Bei kleineren Projekten haben wir eine guten Austausch und werden perfekt unterstützt. Wir haben den vielleicht besten Athletikraum in Rheinland-Pfalz. Aber in Sachen Multihalle ist es gefühlt so, dass sich der Prozess verzögert. Der Handlungsdruck nimmt aber für uns zu“. Seine Hausaufgaben hat das HHG gemacht, einen qualitativen Bedarfsantrag mit über 200 Seiten abgegeben, in Abstimmung mit den jeweiligen Sportverbänden. „Wir hängen uns alle rein, in den Coronazeiten haben sich viele Sportler sogar erheblich verbessert.“ Aber er weiß nur zu gut, welche formalen Prozesse noch zu erledigen sind und dass der LBB nicht einfach so losschießen kann, bevor es keine Standortanalyse gibt. Schulleiter Ulrich Becker fordert: „Wir brauchen diese Halle, sonst sind früher oder später alle weg. Will man das aufhalten, muss es endlich ein Signal geben.“ Derzeit aber ist die Multihalle für Becker eher eine „heiße Kartoffel“. Unmissverständlich betont er: „Schule ist Bildung, Leistungssport ist Bildung. Wir wollen Schule und Leistungssport verantwortbar verbinden.“ Das Projekt liegt nicht mehr in Schubladen, sondern längst auf den Schreibtischen in Mainz: eine multifunktionale Halle mit einer 200 Meter langen Radrennbahn, zentimetergenau vom Kaiserslauterer Architekten Harald Lang in einen freien Platz am HHG hinein geplant. Arne Güllich, der Institutsleiter Sportwissenschaft an der TU Kaiserslautern, nannte es ein „Meisterwerk“. Die Trainer hoffen und mahnen. Ihnen brennt es unter den Nägeln. Christian Stern hat kurz vor Weihnachten einen Wunsch: „Wir brauchen einen Strang, an dem wir gemeinsam ziehen. Einen Funken Hoffnung. Keine Entscheidung ist halt auch eine Entscheidung.“ Und Frank Ziegler betont: „Wir Sportler und Trainer wollen so nicht weiterwurschteln.“

 

Kommentar von Klaus Kullmann:

 

Jetzt! Oder nie?

Schon klar, wir alle hangeln uns sorgenvoll und unsicher durch die schwierige Zeit einer Pandemie. Da muss das ein oder andere Alltägliche auch mal langsamer gehen dürfen. Dennoch: Das Coronavirus ist nicht die Ursache dafür, dass das Heinrich-Heine-Gymnasium und das Sportzentrum Pfalz in Kaiserslautern mit dem erhofften Neubau einer multifunktionalen Sporthalle allein gelassen werden. Eher grobe Abstimmungsprobleme in den Ministerien sind der Grund dafür. Seit 1977 gibt es am HHG eine starke Leistungssportförderung. Sie ist dort das Herzstück. 350 Eliteschüler aus ganz Deutschland versuchen sich am HHG in ihrer dualen Karriere. „Sportler sind für uns Partner“, sagt Trainer Frank Ziegler, „wir zeigen ihnen nicht jeden Tag, was sie nicht können, sondern wir zeigen ihnen, wo ihre Stärken sind.“ Das HHG übernimmt in der Leistungsgesellschaft Verantwortung in Sachen Bildung. Also will das HHG auch ernstgenommen werden. Das größte, vielleicht das einzige Problem in Sachen Sporthalle ist: Wer zahlt? Es geht um Planung, Bau und Unterhalt. Das ist keine neue, sondern eher eine tägliche Frage in unserer Gesellschaft. Und es braucht eine klare Antwort auf eine zweite Frage: Was ist der Landespolitik der Leistungssport wert? Auch diese kann man partnerschaftlich beantworten. Oder transparent und fair.